Panorama

100. Botschafter bei MINT Zukunft schaffen

Kurz-Interview mit W. Arndt Bertelsmann, geschäftsführender Gesellschafter des W. Bertelsmann Verlags. Der W. Bertelsmann Verlag (wbv) hat als Geschäftsziel die Aufbereitung und Verbreitung von Informationen rund um Bildung und Beruf. Von den rund 60 Angestellten des Verlages haben ausnahmslos alle eine fundierte IT-Wissensgrundlage, von den Kaufleuten bis zu den Produktmanagern. Mehr als die Hälfte der Belegschaft ist weiblich und rund 20 Prozent der Beschäftigten sind unter 25 Jahre alt.

MINT Zukunft schaffen: Herr Bertelsmann würden Sie uns kurz verraten, wie Sie wurden, was Sie heute sind? Wir sind in der fünften Generation ein Familienunternehmen. Daher verwundert es sicher niemanden, dass bei mir bereits in jungen Jahren das Unternehmertum an erster Stelle bei der Berufsentscheidung stand. Als stabile Basis durchlief ich erst einmal eine Ausbildung zum Industriekaufmann, aber mir wurde recht schnell klar, dass zum erfolgreichen Handeln im unternehmerischen Alltag auch eine naturwissenschaftlich-technische Grundlage erforderlich ist. Daher habe ich mich für ein Ingenieurstudium entschieden.

Schon als Gymnasiast suchte ich nach einem sinnvollen praktischen Ausgleich. Daher begann ich mit sechzehn meinen ehrenamtlichen Einsatz beim Technischen Hilfswerk (THW). Bewusst habe ich mich bei meiner Ausbildung als Reserveoffizier für die Maschinenpioniere entschieden, um weitere technische Erfahrung zu sammeln. Diese Praxis war für das Studium sehr nützlich.

MINT Zukunft schaffen: Warum sind Sie vor Kurzem MINT-Botschafter geworden? Weil Kenntnisse über MINT beruflich wie auch privat eine wichtige Grundlage sind, um sich nicht ein X für ein U vormachen zu lassen. Nur mit MINT-Einblick kann man hinter die Kulissen schauen, zum Beispiel beim Einkauf von Handwerkerleistungen und dem Kauf von IT-Systemen. Das spart übrigens viel Geld und Nerven.

Systematisches Denken in komplexen Zusammenhängen ist für fast alle Bereiche des Lebens einfach wichtig; dafür braucht man aber das entsprechende Know-how.

Welche persönlichen oder spannenden Erlebnisse verbinden Sie mit MINT? Beim THW wurde ich auch im Behelfsbrückenbau ausgebildet. Konstruktionen mit einem Eigengewicht von einhundert Tonnen Stahl habe ich mitverantwortlich gebaut. Wenn dann anschließend die Lastwagen darüber fahren, und es hält alles – das ist schon wirklich ein besonderes Gefühl!

Oder ein anderes Beispiel aus dem Unternehmensalltag: Bei meiner ersten Stelle nach dem Studium hatten wir im Betrieb eine Presse für Chipkarten; eine Spezialmaschine, für die es bundesweit nur zwei Techniker gab. Die Maschine fiel aus und keiner der Techniker war greifbar, eine ziemliche Katastrophe. Aber aus der Praxis mit den Pioniermaschinen und mit den Kenntnissen in Hydraulik und Elektrik aus dem Studium bekam ich die Maschine wieder zum Laufen, MINT sei Dank!

MINT Zukunft schaffen: MINT-Aufgaben sind nichts für kreative Köpfe! „Verstaubtes Zahlenwerk und triste Büros sind kein Aufenthaltsort für mich.“ (Zitat eines jungen kreativen Filmemachers in Berlin) Wie sehen Sie das aus der Praxis eines erfolgreichen Unternehmers? Das sind aus meiner Sicht nichts als Ausreden und Ausflüchte, um sich so nicht mit interessanten, aber auch knifflig anspruchsvollen Werkzeugen auseinandersetzen zu müssen. Auch hier gilt: „Lasst Euch kein X für ein U vormachen“.

Denn um kreativ zu sein, braucht man nicht unbedingt Technik, aber man braucht sie auf jeden Fall, um aus der ursprünglichen Kreativität etwas Konkretes zu schaffen. Die Idee ist der Beginn, die Technik ist die Umsetzung. Kein Film entsteht heute ohne umfangreiche Software; da gibt es keinen Ausweg.

Kurz-Interview mit W. Arndt Bertelsmann, geschäftsführender Gesellschafter des W. Bertelsmann Verlags. Der W. Bertelsmann Verlag (wbv) hat als Geschäftsziel die Aufbereitung und Verbreitung von Informationen rund um Bildung und Beruf. Von den rund 60 Angestellten des Verlages haben ausnahmslos alle eine fundierte IT-Wissensgrundlage, von den Kaufleuten bis zu den Produktmanagern. Mehr als die Hälfte der Belegschaft ist weiblich und rund 20 Prozent der Beschäftigten sind unter 25 Jahre alt.

MINT Zukunft schaffen: Herr Bertelsmann würden Sie uns kurz verraten, wie Sie wurden, was Sie heute sind? Wir sind in der fünften Generation ein Familienunternehmen. Daher verwundert es sicher niemanden, dass bei mir bereits in jungen Jahren das Unternehmertum an erster Stelle bei der Berufsentscheidung stand. Als stabile Basis durchlief ich erst einmal eine Ausbildung zum Industriekaufmann, aber mir wurde recht schnell klar, dass zum erfolgreichen Handeln im unternehmerischen Alltag auch eine naturwissenschaftlich-technische Grundlage erforderlich ist. Daher habe ich mich für ein Ingenieurstudium entschieden.

Schon als Gymnasiast suchte ich nach einem sinnvollen praktischen Ausgleich. Daher begann ich mit sechzehn meinen ehrenamtlichen Einsatz beim Technischen Hilfswerk (THW). Bewusst habe ich mich bei meiner Ausbildung als Reserveoffizier für die Maschinenpioniere entschieden, um weitere technische Erfahrung zu sammeln. Diese Praxis war für das Studium sehr nützlich.

MINT Zukunft schaffen: Warum sind Sie vor Kurzem MINT-Botschafter geworden? Weil Kenntnisse über MINT beruflich wie auch privat eine wichtige Grundlage sind, um sich nicht ein X für ein U vormachen zu lassen. Nur mit MINT-Einblick kann man hinter die Kulissen schauen, zum Beispiel beim Einkauf von Handwerkerleistungen und dem Kauf von IT-Systemen. Das spart übrigens viel Geld und Nerven.

Systematisches Denken in komplexen Zusammenhängen ist für fast alle Bereiche des Lebens einfach wichtig; dafür braucht man aber das entsprechende Know-how.

Welche persönlichen oder spannenden Erlebnisse verbinden Sie mit MINT? Beim THW wurde ich auch im Behelfsbrückenbau ausgebildet. Konstruktionen mit einem Eigengewicht von einhundert Tonnen Stahl habe ich mitverantwortlich gebaut. Wenn dann anschließend die Lastwagen darüber fahren, und es hält alles – das ist schon wirklich ein besonderes Gefühl!

Oder ein anderes Beispiel aus dem Unternehmensalltag: Bei meiner ersten Stelle nach dem Studium hatten wir im Betrieb eine Presse für Chipkarten; eine Spezialmaschine, für die es bundesweit nur zwei Techniker gab. Die Maschine fiel aus und keiner der Techniker war greifbar, eine ziemliche Katastrophe. Aber aus der Praxis mit den Pioniermaschinen und mit den Kenntnissen in Hydraulik und Elektrik aus dem Studium bekam ich die Maschine wieder zum Laufen, MINT sei Dank!

MINT Zukunft schaffen: MINT-Aufgaben sind nichts für kreative Köpfe! „Verstaubtes Zahlenwerk und triste Büros sind kein Aufenthaltsort für mich.“ (Zitat eines jungen kreativen Filmemachers in Berlin) Wie sehen Sie das aus der Praxis eines erfolgreichen Unternehmers? Das sind aus meiner Sicht nichts als Ausreden und Ausflüchte, um sich so nicht mit interessanten, aber auch knifflig anspruchsvollen Werkzeugen auseinandersetzen zu müssen. Auch hier gilt: „Lasst Euch kein X für ein U vormachen“.

Denn um kreativ zu sein, braucht man nicht unbedingt Technik, aber man braucht sie auf jeden Fall, um aus der ursprünglichen Kreativität etwas Konkretes zu schaffen. Die Idee ist der Beginn, die Technik ist die Umsetzung. Kein Film entsteht heute ohne umfangreiche Software; da gibt es keinen Ausweg.

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