Regionales

1,7 Millionen schwerbehinderte Menschen in Nordrhein‑Westfalen

Ende 2011 lebten in Nordrhein‑Westfalen knapp 1,7 Millionen schwerbehinderte Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein‑Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 2 Prozent mehr als bei der letzten Erhebung Ende 2009, jedoch 1,2 Prozent weniger als zehn Jahre zuvor (2001: 1,71 Millionen). Jede elfte Bürgerin und jeder zehnte Bürger Nordrhein‑Westfalens gilt im Sinne dieser Statistik als schwerbehindert, d. h. bei diesen Menschen wurde durch die zuständigen Stellen ein Behinderungsgrad von 50 oder mehr festgestellt. Nahezu ein Viertel (24,9 Prozent) der schwerbehinderten Menschen wies mit einem Wert von 100 den maximalen Grad der Behinderung auf. Fast die Hälfte der Betroffenen hatte mindestens zwei Behinderungen (43 Prozent). Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Betroffenen war mindestens 65 Jahre alt.

Die „Beeinträchtigung der Funktion innerer Organe” ist die Hauptbehinderungsart bei 20,9 Prozent aller schwerbehinderten Menschen in Nordrhein‑Westfalen. Am zweithäufigsten wurde mit 16,1 Prozent die Kategorie „Querschnittlähmung, zerebrale Störungen, geistig-seelische Behinderung sowie Suchtkrankheiten” verzeichnet, gefolgt von „Funktionseinschränkungen von Gliedmaßen” (11,6 Prozent). Von „Funktionseinschränkungen der Wirbelsäule” waren 10,3 Prozent betroffen; „blind oder sehbehindert” waren 4,1 Prozent. Der geringsten Wert (3,6 Prozent) war bei schwerbehinderten Menschen mit „Sprach- oder Sprechstörungen, Taubheit, Schwerhörigkeit oder Gleichgewichtsstörungen” zu verzeichnen.

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