Panorama

27 rheinland-pfälzische Schulen dürfen sich „MINT-freundliche Schule“ nennen

Kultusministerin Doris Ahnen hat gemeinsam mit Thomas Sattelberger, ehem. Personalvorstand der Deutschen Telekom AG und Vorsitzender von „MINT Zukunft schaffen“ sowie Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft die Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“ in Mainz vorgenommen. Gastgebers der Veranstaltung war die Dienstleistungsgesellschaft für Informatik (DLGI).

Der Schlüssel dafür, mehr junge Menschen für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik und MINT-Berufe zu begeistern, schlummernde Potentiale zu wecken und Jugendlichen – gleich welcher Herkunft -Aufstiegschancen aufzuzeigen, liegt in den Schulen. Jene von ihnen, die sich im Bereich der MINT-Fächer besonders engagieren, sollen für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Unternehmen dabei auch erkennbar sein. Mit diesem Ziel hat die Wirtschaftsinitiative „MINT Zukunft schaffen“ in Zusammenarbeit mit den Landesarbeitgebervereinigungen, den Bildungswerken der Wirtschaft und bundesweiten Partnern die Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“ ins Leben gerufen. Die Auszeichnung steht bundesweit unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz. In Rheinland-Pfalz hat die Schirmherrschaft Bildungsministerin Doris Ahnen übernommen.

Am 25. September wurden erstmals 27 rheinland-pfälzische Schulen im Rahmen einer Feierstunde in der Fachhochschule Mainz als „MINT-freundliche Schulen“ ausgezeichnet. Sie erweitern damit den Kreis der 100 Schulen, die bereits im vergangenen Jahr in sieben Bundesländern diesen Titel erhalten haben.

„Ich freue mich sehr, dass heute 27 rheinland-pfälzische Schulen als ,MINT-freundliche Schulen‘ ausgezeichnet werden. Sie alle haben eines gemeinsam: Ein breites Angebot an MINT-Aktivitäten, das weit über den regulären Unterricht hinausreicht. Sie arbeiten dabei vielfach mit außerschulischen Partnern zusammen, binden auch die Eltern der Schülerinnen und Schüler mit ein und machen so deutlich, dass Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik fest im Schulprogramm verankert sind“, unterstrich Bildungsministerin Doris Ahnen bei der Verleihungsfeier. Die Ministerin dankte insbesondere den Lehrerinnen und Lehrern, die diese Profilierung der Schulen engagiert vorantreiben. Die neue Auszeichnung zeige zudem, dass die Bedeutung von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik weit über den Kreis der Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen hinaus verankert sei, die im Rahmen der MINT-Exzellenz-Förderung als MINT-EC-Schulen ausgezeichnet seien. In Rheinland-Pfalz gibt es bereits 14 Schulen mit gymnasialer Oberstufe, die für Spitzenleistungen im MINT-Bereich den Titel MINT-EC-Schule tragen.

„MINT Zukunft schaffen“, im Mai 2008 ins Leben gerufen als Initiative der deutschen Wirtschaft und ihrer Partner, bündelt und multipliziert das Engagement erfolgreicher Einzelinitiativen zur langfristigen Sicherung des MINT-Nachwuchses. Sie will helfen, die Begeisterung für MINT bei Schülerinnen und Schülern neu zu wecken.

„Wir möchten, MINT-freundlichen Schulen‘ für ihr außerordentliches Engagement hohe Anerkennung und Aufmerksamkeit zukommen lassen und sie auf ihrem Weg zu einer MINT-exzellenten Schule motivieren“, so Thomas Sattelberger, Vorstandsvorsitzender der Initiative und ehemaliger Personalvorstand der Deutschen Telekom. „ ,MINT-freundliche Schulen‘ sind ein weiterer wichtiger Baustein, um langfristig Know-how in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik für den Standort Deutschland und damit unseren Wohlstand zu sichern. Die Auszeichnung soll möglichst allen Schulen Ansporn sein, aktives MINT-Engagement zu zeigen.“

Die MINT-freundlichen Schulen erfüllen dabei besondere Kriterien: Dazu zählt etwa die Teilnahme der Schulen an MINT-Wettbewerben, die Möglichkeit, MINT-Praktika zu absolvieren oder gezielt Mädchen für den naturwissenschaftlich-technischen Fachbereich zu gewinnen. Auch die Eltern werden in MINT-Projekte einbezogen. Insgesamt sind es 14 Kriterien, die eine „MINT-freundliche Schule“ erfüllen muss, die Auszeichnung erhält sie für drei Jahre – zusammen mit einer Urkunde und einer Plakette für das Schulgebäude.

Alles zum Auszeichnungsprozess, Online-Bewerbungstool und Termine finden sich im „MINT Zukunft schaffen“-Webportal.

Die Initiative „MINT Zukunft schaffen“ steht für alle Initiativen und Aktivitäten der Unternehmen und ihrer Partner, um vermehrt Fachkräfte mit Qualifikationen in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu gewinnen. Die im Mai 2008 gegründete Initiative unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel bietet den zahlreichen seit vielen Jahren erfolgreich wirkenden MINT-Einzelinitiativen eine gemeinsame Plattform, um Veränderungen in der MINT-Wahrnehmung in einer breiten Öffentlichkeit zu bewirken, junge Menschen für MINT zu begeistern und politischen Forderungen entscheidenden Nachdruck zu verleihen.

 

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