Wirtschaft

31-jähriger Spekulationsrekord bei Silber eingestellt: Ein Rückblick

Die vor allem von den USA befeuerte Geldschwemme und das zunehmend schwindende Vertrauen der Anleger in den fallenden Dollar-Kurs heizt schon seit längerem die Spekulation mit Rohstoffen an. Da Silber und Gold genauso wie Öl jedoch zudem international in der US-Währung gehandelt werden, sorgt ein schwacher Dollar für günstigere Preise für Länder außerhalb des Dollar-Raums und damit für steigenden Nachfrage. Dadurch hat nun auch das Silber seinen bisherigen langjährigen Rekordwert von 1980 geknackt. Das Allzeithoch aus dem Januar 1980 war seinerzeit nur aufgrund der legendären Spekulation am Silbermarkt durch die Brüder Herbert William und Nelson Bunker Hunt erreicht worden. Die Brüder hatten dabei zuvor von dem gigantischen an der Börse verdienten Vermögen des ersten prominenten Vertreters dieser Familie profitiert: Haroldson Lafayett Hunt (1889-1974). Dieser war in den 1920er Jahren in das Ölgeschäft eingestiegen und binnen weniger Jahre zum reichsten Mann der USA aufgestiegen. Nach seinem Tod wurde das Imperium unter seinen Kindern aufgeteilt, wodurch zwei neue Imperien entstanden. Eines davon leiteten die Brüder Bunker Nelson, Herbert und Lamar Hunt. Ende der 1970er wurden die Gebrüder dann durch die bislang größte Privatspekulation der Börsengeschichte berühmt. Durch ihre Spekulation (Spekulation ist keine Investition und hat bis auf die Spekulanten keine Gewinner, sondern viele Verlierer – die Börse sollte im übrigen kein Spielcasino sein und "Otto-Normal"-Spielsüchtigen außerhalb des Börsenbanketts wird zudem allgemein eine Psychotherapie verordnet) kletterte der Silberpreis auf Jahrzehnte nicht mehr erreichte 49,45 Dollar die Unze. Der neue Rekordkurs rangiert nun bei 49,51 Dollar pro Feinunze Silber. Seit Jahresbeginn hat sich Silber um gut 65 Prozent verteuert. Das Gold erreichte mit 1535,90 Dollar ebenfalls einen neuen Höchststand.

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