Wirtschaft

37% der Unternehmen haben 2011 einen Inkasso-Dienstleister beauftragt

Die Zahl der deutschen Unternehmen, die zum Eintreiben unbezahlter Rechnungen einen Inkasso-Dienstleister in Anspruch nehmen, ist von 27% im Jahr 2010 auf 37% im Jahr 2011 angestiegen. Für die Untersuchung hat der Inkasso-Dienstleister Atradius Collections 5.400 Unternehmen aus 27 Ländern befragt. Dabei werden die Inkasso-Dienste vor allem bei grenzüberschreitenden Forderungen in Anspruch genommen, wo das firmeninterne Mahnwesen aufgrund der von Land zu Land unterschiedlichen Praktiken leicht an ihre Grenzen stoßen. So nehmen rund 60% der in China tätigen Unternehmen die Hilfe der externen Gesellschaften in Anspruch.

Laut Atradius Collections vereinbaren die Inkasso-Dienstleister als Vermittler zwischen den beiden Seiten auch oftmals Ratenzahlungen und helfen damit den säumigen Zahlern, einen vorübergehenden Liquiditätsengpass zu überbrücken und gegebenenfalls eine Insolvenz zu vermeiden, was einen Totalausfall der Forderung zur Folge hätte. Als Faustregel gelte dabei: Je schneller der Gläubiger entweder direkt oder über einen Inkasso-Dienstleister mit dem säumigen Zahler Kontakt aufnimmt, desto besser wären die Erfolgsaussichten. Als wichtigste Kriterien für ein Inkasso-Dienstleister gelten sein Erfolg sowie an zweiter Stelle sein guter Ruf. Dies sei wichtig, um die Kunden nicht nachhaltig zu verärgern.

 

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