Technologie

40 Prozent Energieeinsparung bei der Herstellung von Drahtprodukten

Bundesumweltministerium fördert Innovation aus Bayern

Rund 1,9 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm (UIP) des Bundesumweltministeriums erhält die Trebantec GmbH. Mit diesen Mitteln wird ein innovatives Verfahren zur Herstellung von Drahtprodukten aus Bandstahl in Senden im Landkreis Neu-Ulm (Bayern) gefördert.

Bisher können Drahtprodukte nur durch wiederholte Ziehvorgänge und Wärmebehandlungen aus warm gewalztem Draht hergestellt werden. Dies ist mit einem erheblichen Energieverbrauch und den damit einhergehenden CO2-Emissionen, Materialverlusten, Abwasser- und Schlammanfall verbunden.

Um dies zu vermeiden, wird das Unternehmen eine neue Technologie – das Kerb-Walk-Trenn-Verfahren – erstmalig industriell einsetzen. Bei diesem innovativen Verfahren wird Bandstahl beidseitig in engen Abständen eingekerbt und anschließend mehrfach nach oben und unten gebogen (gewalkt), bis das Band an den Kerben bricht. Die wiederholten Wärmebehandlungen zwischen den einzelnen Ziehvorgängen können dadurch reduziert werden. Dies ist energiesparender und kostengünstiger. Durch die Verkürzung der Prozesskette können – bei Betrachtung einer Jahresproduktion von 27.750 Tonnen Draht – etwa 40 Prozent Energie eingespart und dadurch jährlich circa 3.275 Tonnen CO2 vermieden werden.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben.

 

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