Tipps & Tricks

5 Irrtümer über das Autofahren im Winter

Um auch im Winter sicher auf den Straßen unterwegs sein zu können, muss das Auto winterfit gemacht werden – Winterreifen sind unbedingt notwendig! Trotzdem: Autofahren im Winter schreckt viele ab – sie befürchten eine höhere Unfallgefahr, wenn die Straßen glatt sind und es früher dunkel wird. Das Michelin Road Usage Lab sammelt Daten von ganz „normalen“ Fahrern von überall auf der Welt. Das Ziel: Die Verbesserung der Reifen und damit die Verhinderung von Unfällen. Dank guter Reifen kann man das Autofahren im Winter ebenfalls genießen – und sicher und verantwortungsbewusst unterwegs sein. Das Michelin Road Usage Lab klärt über fünf Irrtümer rund ums Autofahren im Winter auf.

 

(© Michelin)

Irrtum Nr. 1: Schnee ist ein Risiko beim Autofahren im Winter

Autofahren im Winter, vor allem auf verschneiten Straßen, halten viele Autofahrer für verantwortungslos. Denn sie vermuten, dass sich dann die meisten Unfälle ereignen.

Dabei sind es nur fünf Prozent der winterlichen Unfälle, die sich bei Schnee ereignen – bei mehr als der Hälfte der Unfälle (57 Prozent) ist die Straße sogar trocken. Tatsächlich sind es frostige Temperaturen, die das Fahrverhalten beeinflussen, wenn die falschen Reifen am Auto sind. Wenn das Auto optimal ausgerüstet ist, kann man auch im Winter leidenschaftlich Auto fahren.

Autofahren im Winter
Bild: © Michelin Road Usage Lab

Irrtum Nr. 2: Bergstraßen im Winter meiden

Europas Bergregionen gehören zu den schönsten der Welt – gerade, wenn sie verschneit sind. Aber auch passionierte Fahrer schrecken davor zurück, im Winter auf Bergstraßen zu fahren. Klar, dass es Risiken gibt – aber die gibt es überall. Tatsächlich sind es lediglich 32 Prozent aller Unfälle, die sich im Winter in den Bergen ereignen. Mit der richtigen Einstellung und der richtigen Ausrüstung ist hier das Autofahren im Winter kein Problem. Denn Reifen, die für Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ausgelegt sind, garantieren ein Plus an Sicherheit.

Irrtum Nr. 3: Winterreifen braucht man nur im Schnee

Sommerreifen verhärten, wenn die Temperaturen unter sechs Grad fallen. Winterreifen hingegen bringen ihre maximale Leistung bei Kälte und extremen Witterungsbedingungen wie Regen, Schnee oder Blitzeis. Auch wenn also die Straßen trocken sind, sollten Winterreifen am Auto sein. Denn: Bei Kälte ist der Bremsweg mit Winterreifen erheblich kürzer! Auf nasser Straße reduziert er sich bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h im Vergleich zu Sommerreifen um vier Meter. Bei einer Ausgangsgeschwindigkeit von 30 km/h auf vereister Straße um 20 Meter und bei Schnee und einer Ausgangsgeschwindigkeit von 50 km/h um 50 Prozent.

Irrtum Nr. 4: Für einen Wochenendtrip sind keine Winterreifen notwendig

Auch im Alltag sind Winterreifen beim Autofahren im Winter ein Muss. Wer trotz kalter Temperaturen und schlechter Witterung mit Sommerreifen fährt, geht ein hohes Risiko ein. Oft bleiben Fahrzeuge schon bei Steigungen ab vier Prozent liegen. Mit Winterreifen kommt man dreimal schneller steile Berghänge hinauf. Das bedeutet mehr Fahrspaß und mehr Sicherheit.

Autofahren im Winter
© Michelin Road Usage Lab

Irrtum Nr. 5: Autos mit Winterreifen sind langsamer

Sportlich Auto fahren kann viel Fahrspaß bringen – aber nicht, wenn man ins Rutschen gerät und die Kontrolle verliert. Winterreifen wirken sich positiv auf das Fahrverhalten aus.

Wenn Schnee liegt, sind Winterreifen dreimal so effizient wie Sommerreifen. Denn sie haben eine höhere Traktion, einen verbesserten seitlichen Grip und optimiertes Handling bei kalten Wetterbedingungen. Deshalb: Autofahren im Winter – keinesfalls ohne Winterreifen!

Fazit

Das Road Usage Lab von Michelin analysiert seit über 125 Jahren das Fahrverhalten „ganz normaler“ Autofahrer. Aus diesen Daten konnten Rückschlüsse darüber gezogen werden, wie Winterreifen sein müssen, damit sie unsere Straßen sicherer machen. Zu diesem Zweck beobachtet Michelin jedes Jahr europaweit Tausende Fahrer in Hunderten verschiedenen Fahrsituationen. Mehr erfahren Sie auf www.michelin.de/michelin-total-performance.

Katja Heumader

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.