Regionales

760 Jahre Stadtwald Augsburg

Die Zeichen für den Augsburger Forstbetrieb stehen weiterhin auf Wachstum. Augsburgs Forstreferent Rainer Schaal sieht in der Forstwirtschaft eine Zukunftsbranche mit geringer, aber sicherer Rendite: „Das Grundstockvermögen unserer Stadt ist gut angelegt.“ Im kommenden Jahr blickt die Forstverwaltung mit Stolz auf ihr 170jähriges Bestehen und eine nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Wälder zum Wohle der Augsburger Bürger zurück.

Der Aufstieg der freien Reichsstadt Augsburg zu einer der europäischen Metropolen des Mittelalters wurde nicht zuletzt erst durch den Erwerb großer Waldkomplexe möglich. Holz bildete bis ins

19. Jahrhundert hinein einen entscheidenden Faktor für die Entwicklung der Stadt. Es diente als Bau-, Werk- und Brennholz, zudem wurde daraus Holzkohle erzeugt.

Heute ist die Stadt Augsburg die größte waldbesitzende Kommune in Bayern, der Weg dorthin verlief aber keineswegs immer geradlinig. Den Grundstock des heutigen Stadtwaldes bildet der ausgedehnte Waldbesitz von vier städtischen Stiftungen.

Den Anfang machte Ritter Siegfried von Bannacker, als er vor genau 760 Jahren, am 1. Juni 1249, sein väterliches Erbgut in Bannacker dem Hospital Zum Heiligen Geist schenkte. Über die Jahrhunderte kaufte die Stadt Waldgrundstücke zu, um den stetig steigenden Holzbedarf befriedigen zu können. Das dringend benötigte Bauholz beispielsweise wurde über Lech und Wertach aus dem stadteigenen Waldbesitz in Reutte/Tirol und den Wäldern im „Oberland“ (Denklingen, Sulzschneid) nach Augsburg geflößt.

Mit dem Erwerb des Siebentischwaldes vor über 400 Jahren sicherte der Magistrat die auch heute noch unverzichtbare Versorgung der Stadt mit Trinkwasser. Mit der Schaffung des Königreichs Bayern 1806 nahm der Zuwachs an städtischem Waldbesitz vorerst ein Ende.

Die „Bayer. Staatsschuldentilgungskommission“ verkaufte im Auftrag des Königs an die 1.000 Hektar des Augsburger Waldes, der Erlös fiel ausschließlich der Staatskasse zu. In den 1920er Jahren erwarb die Stadt den 850 Hektar großen Haunstetter Wald, der sich unter anderem im Besitz der Gräfin von Tattenbach befand. Diesem erfolgreichen Ankauf folgte ein weiterer: Um die Stiftungswälder vor dem Zugriff durch die Nationalasozialisten zu schützen, übernahm sie die Stadt Augsburg in ihr Eigentum.

Mit dem Zukauf von weiteren 160 Hektar Wald zur Besitzarrondierung im Jahr 2005 stieg die Stadt Augsburg zur größten Waldbesitzerin Bayerns und zur (vorläufigen) Nummer zwei im Bundesgebiet auf.

 
 

Die Zeichen für den Augsburger Forstbetrieb stehen weiterhin auf Wachstum. Augsburgs Forstreferent Rainer Schaal sieht in der Forstwirtschaft eine Zukunftsbranche mit geringer, aber sicherer Rendite: „Das Grundstockvermögen unserer Stadt ist gut angelegt.“ Im kommenden Jahr blickt die Forstverwaltung mit Stolz auf ihr 170jähriges Bestehen und eine nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Wälder zum Wohle der Augsburger Bürger zurück.

Der Aufstieg der freien Reichsstadt Augsburg zu einer der europäischen Metropolen des Mittelalters wurde nicht zuletzt erst durch den Erwerb großer Waldkomplexe möglich. Holz bildete bis ins

19. Jahrhundert hinein einen entscheidenden Faktor für die Entwicklung der Stadt. Es diente als Bau-, Werk- und Brennholz, zudem wurde daraus Holzkohle erzeugt.

Heute ist die Stadt Augsburg die größte waldbesitzende Kommune in Bayern, der Weg dorthin verlief aber keineswegs immer geradlinig. Den Grundstock des heutigen Stadtwaldes bildet der ausgedehnte Waldbesitz von vier städtischen Stiftungen.

Den Anfang machte Ritter Siegfried von Bannacker, als er vor genau 760 Jahren, am 1. Juni 1249, sein väterliches Erbgut in Bannacker dem Hospital Zum Heiligen Geist schenkte. Über die Jahrhunderte kaufte die Stadt Waldgrundstücke zu, um den stetig steigenden Holzbedarf befriedigen zu können. Das dringend benötigte Bauholz beispielsweise wurde über Lech und Wertach aus dem stadteigenen Waldbesitz in Reutte/Tirol und den Wäldern im „Oberland“ (Denklingen, Sulzschneid) nach Augsburg geflößt.

Mit dem Erwerb des Siebentischwaldes vor über 400 Jahren sicherte der Magistrat die auch heute noch unverzichtbare Versorgung der Stadt mit Trinkwasser. Mit der Schaffung des Königreichs Bayern 1806 nahm der Zuwachs an städtischem Waldbesitz vorerst ein Ende.

Die „Bayer. Staatsschuldentilgungskommission“ verkaufte im Auftrag des Königs an die 1.000 Hektar des Augsburger Waldes, der Erlös fiel ausschließlich der Staatskasse zu. In den 1920er Jahren erwarb die Stadt den 850 Hektar großen Haunstetter Wald, der sich unter anderem im Besitz der Gräfin von Tattenbach befand. Diesem erfolgreichen Ankauf folgte ein weiterer: Um die Stiftungswälder vor dem Zugriff durch die Nationalasozialisten zu schützen, übernahm sie die Stadt Augsburg in ihr Eigentum.

Mit dem Zukauf von weiteren 160 Hektar Wald zur Besitzarrondierung im Jahr 2005 stieg die Stadt Augsburg zur größten Waldbesitzerin Bayerns und zur (vorläufigen) Nummer zwei im Bundesgebiet auf.

 
 

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