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AGITANO-Interview mit Björn Hübner

1. Welche berufliche Tätigkeit üben Sie aus und in welchen Bereichen sind Sie Experte?

Neben meinen Tätigkeiten als Unternehmer und Geschäftsführer im Coachingbüro Huber & Partner in Freiburg, begleite ich hauptsächlich Veränderungsprozesse im Rahmen der Personal- und Organisationsentwicklung. Dazu gehören u.a. die Durchführungen von Einzelcoachings, Managementtrainings, Leitbildentwicklungen, Teamentwicklungen, Konfliktmoderationen und Führungskräftequalifizierungen. Ganz besonders liegt mir dabei die Entwicklung von Führungsnachwuchskräften am Herzen.

 

2. Wie sieht Ihr typischer Tagesablauf aus und was reizt Sie an Ihrer Tätigkeit?

Einen typischen Ablauf gibt es bei mir nicht, und da beginnt auch schon das Reizvolle an meiner Tätigkeit. Meine Arbeit ist überaus abwechslungsreich und vielfältig. Kein Workshop, Training oder Coaching ist wie das andere. Das Spannendste dabei ist, die Entwicklungen, die passieren, zu erleben. Wenn Menschen sich in Unternehmen wieder konstruktiv miteinander für eine gemeinsame Zukunft engagieren, Konflikte bereinigt oder wieder konkrete Einflussmöglichkeiten erkannt werden, diese Prozesse zu begleiten machen den Reiz meiner Arbeit aus. Für mich ist es daher ein sehr erfüllender Beruf.

 

3. Was schätzen Ihre Kunden an Ihnen? Und sehen Sie dies genauso?

Ich denke, dass mein Engagement für den jeweiligen Entwicklungsprozess, die Offenheit für die Menschen und ihre Themen und meine Glaubwürdigkeit für meine Arbeit und die Art, wie ich diese gestalte, von den Unternehmen sowie den Menschen geschätzt werden. Ich stehe für das, was ich sage und tue. Das habe ich natürlich lernen müssen, das war bzw. ist sozusagen mein eigener Entwicklungsprozess, der aber auch immer weitergeht – zum Glück! Denn ich denke, man lernt nie aus.

 

4. Woran denken Sie bei den Worten „kurzfristiger Erfolg“ versus „Nachhaltigkeit“?

Dass sich beide bedingen. Auf den ersten Blick, und so wird es auch oft in den Medien dargestellt, widersprechen sich die beiden Dinge. Was nützt aber der kurzfriste Erfolg, wenn nicht klar ist, was zukünftig damit angefangen werden soll? Was nutzt eine nachhaltige Ausrichtung, wenn die dafür notwendigen kurzfristigen Erfolge aus dem Blickfeld geraten? Bedeutsamer ist es doch vielmehr, dass anstehende Entscheidungen bewusst – und in Unternehmen für die Mitarbeiter möglichst transparent – unter dem Blickwinkel der kurz-, mittel- und langfristigen Wirkung getroffen werden. Entscheidungen müssen also Sinn machen und sollten nicht nur aufgrund einer Laune heraus getroffen werden.

 

5. Was sind Ihre eigenen Werte und wie setzen Sie diese im Geschäftsleben um?

Meine Werte haben natürlich einen wichtigen Ausschlag bei meiner Berufswahl gehabt. Meiner Ansicht nach ist das auch sehr wichtig, da man ansonsten ständig gegen seine eigenen Werte verstoßen müsste, was auf längere Sicht gesehen zu Schäden an Körper, Geist oder Seele führen würde.
Wichtig sind mir meine Glaubwürdigkeit für mein Handeln, die Aufgeschlossenheit für Neues und meine Erfolgsorientierung, also dazu beizutragen, dass es weiter voran geht und sich Erfolge einstellen.

 

6. In welchem Unternehmen würden Sie gerne mal einen Tag arbeiten und warum?

Da kann ich mich leider auf kein konkretes Unternehmen festlegen. Spannend fände ich es jedoch, mal in einer Unternehmung aus dem Bereich Werbung bzw. Marketing zu arbeiten. Hier würde ich dann gerne den Kreativprozess einer Kampagne mitgestalten. Für mich wäre dabei reizvoll, dass hier ohne Begrenzungen gedacht werden kann.

 

7. Wie sieht Ihr ideales Unternehmen aus?

Das wäre ein Unternehmen, welches Sinn und Erfolg in seiner Ausrichtung und Zielsetzung verbindet. Es gäbe die Klarheit, wo es hingehen soll bzw. warum etwas getan werden muss und gleichzeitig hätten die Menschen die Verantwortung und Raum, um sich daran konstruktiv mit ihren Stärken zu beteiligen.

 

8. Welche Person ist Ihr Vorbild und warum?

Da gab und gibt es viele, von daher würde die Aufzählung hier den Rahmen sprengen. Generell kann ich sagen, dass ich am Menschen interessiert bin. Dabei möchte ich herausfinden, wie sie ihr Leben, ihre Arbeit organisieren und wie sie die Welt verstehen. Das klingt jetzt vielleicht erst mal sehr global – wichtig ist mir jedoch dabei, die Hintergründe für ihr Denken und Handeln zu verstehen. Jede(r) hat da so sein eigenes Rezept mit seinen eigenen Zutaten. Und ich bin für meine eigene Entwicklung sehr daran interessiert, von Erfahrungen anderer Menschen zu lernen.

 

9. Wie sehen Ihre persönlichen Ziele für die nächsten drei Jahre aus?

Neben meiner persönlichen Entwicklung ist es mir wichtig, mein Engagement für Nachwuchsführungskräfte noch zu verstärken und mehr über das Thema Diversity zu lernen.

 

10. Erzählen Sie uns eine außergewöhnliche Erfahrung, die Sie geprägt hat.

Ein prägendes Erlebnis gab es für mich, als ich mir das Bumerang werfen beigebracht habe. Ich hatte mir einen leicht zu werfenden Dreiflügler gekauft und ging auf eine nahe gelegene, große Wiese. Ich hatte mich zuvor im Internet über die Technik ein wenig informiert, wollte aber bewusst nicht zu viel darüber wissen, um eine kleine Lernherausforderung zu haben. Nach vielen Versuchen, Veränderungen und kleinen Teilerfolgen funktionierte es – der Bumerang kam zu mir zurück. Das war schon ein gutes Gefühl – das noch besser wurde, als es bei den weiteren Würfen auch funktionierte. Ich war also stolz und hatte dabei auch richtig Spaß. Zugleich erlebte ich, wie schnell aus Selbstbewusstsein Überheblichkeit werden kann. Nach vielen erfolgreichen Würfen kam es dazu, dass der Bumerang eben nicht mehr zurückkam. Was war passiert? Die Windstärke hatte sich nicht verändert, sehr wohl aber die Richtung. Da an diesem Tag nur ein ganz leichter Wind ging, hatte ich den Richtungswechsel nicht wahrgenommen. Daraus habe ich dann gelernt, dass ich bei meinem Handeln achtsam sein muss, auch wenn ich erst mal der Meinung sein sollte, alles im Griff zu haben.

 

11. Wie lautet Ihr Lebensmotto?

„If you always do what you always did you will always get what you always got.“

 

 

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Profil von Björn Hübner, Coachingbüro Huber & Partner, Freiburg 

 

Björn Hübner vom Coachingbüro Huber & Partner, in Freiburg, Jahrgang 1969, begleitet Entwicklungs- und Veränderungsprozesse im Bereich Führung, Werte und Unternehmenskultur. Als Hintergrund für diesen Beruf bringt er ein Pädagogik-Studium mit den Schwerpunkten Psychologie und Personalentwicklung sowie langjährige Führungsverantwortung und Erfahrungen als Projektleiter in internationalen Teams mit. Ferner hat er als ehemaliger Leistungssportler Erfahrungen im konstruktiven Umgang mit alltäglichen Leistungs- und Erfolgsdruck. "Mit meiner Arbeit eröffne ich für den beruflichen Kontext Entwicklungsräume so, dass Menschen in Kontakt zu sich und ihren Themen kommen, ihre Potenziale entdecken und nutzen, Ziele erreichen und dabei in Balance mit sich und ihrer Umwelt bleiben."

 

 

1. Welche berufliche Tätigkeit üben Sie aus und in welchen Bereichen sind Sie Experte?

Neben meinen Tätigkeiten als Unternehmer und Geschäftsführer im Coachingbüro Huber & Partner in Freiburg, begleite ich hauptsächlich Veränderungsprozesse im Rahmen der Personal- und Organisationsentwicklung. Dazu gehören u.a. die Durchführungen von Einzelcoachings, Managementtrainings, Leitbildentwicklungen, Teamentwicklungen, Konfliktmoderationen und Führungskräftequalifizierungen. Ganz besonders liegt mir dabei die Entwicklung von Führungsnachwuchskräften am Herzen.

 

2. Wie sieht Ihr typischer Tagesablauf aus und was reizt Sie an Ihrer Tätigkeit?

Einen typischen Ablauf gibt es bei mir nicht, und da beginnt auch schon das Reizvolle an meiner Tätigkeit. Meine Arbeit ist überaus abwechslungsreich und vielfältig. Kein Workshop, Training oder Coaching ist wie das andere. Das Spannendste dabei ist, die Entwicklungen, die passieren, zu erleben. Wenn Menschen sich in Unternehmen wieder konstruktiv miteinander für eine gemeinsame Zukunft engagieren, Konflikte bereinigt oder wieder konkrete Einflussmöglichkeiten erkannt werden, diese Prozesse zu begleiten machen den Reiz meiner Arbeit aus. Für mich ist es daher ein sehr erfüllender Beruf.

 

3. Was schätzen Ihre Kunden an Ihnen? Und sehen Sie dies genauso?

Ich denke, dass mein Engagement für den jeweiligen Entwicklungsprozess, die Offenheit für die Menschen und ihre Themen und meine Glaubwürdigkeit für meine Arbeit und die Art, wie ich diese gestalte, von den Unternehmen sowie den Menschen geschätzt werden. Ich stehe für das, was ich sage und tue. Das habe ich natürlich lernen müssen, das war bzw. ist sozusagen mein eigener Entwicklungsprozess, der aber auch immer weitergeht – zum Glück! Denn ich denke, man lernt nie aus.

 

4. Woran denken Sie bei den Worten „kurzfristiger Erfolg“ versus „Nachhaltigkeit“?

Dass sich beide bedingen. Auf den ersten Blick, und so wird es auch oft in den Medien dargestellt, widersprechen sich die beiden Dinge. Was nützt aber der kurzfriste Erfolg, wenn nicht klar ist, was zukünftig damit angefangen werden soll? Was nutzt eine nachhaltige Ausrichtung, wenn die dafür notwendigen kurzfristigen Erfolge aus dem Blickfeld geraten? Bedeutsamer ist es doch vielmehr, dass anstehende Entscheidungen bewusst – und in Unternehmen für die Mitarbeiter möglichst transparent – unter dem Blickwinkel der kurz-, mittel- und langfristigen Wirkung getroffen werden. Entscheidungen müssen also Sinn machen und sollten nicht nur aufgrund einer Laune heraus getroffen werden.

 

5. Was sind Ihre eigenen Werte und wie setzen Sie diese im Geschäftsleben um?

Meine Werte haben natürlich einen wichtigen Ausschlag bei meiner Berufswahl gehabt. Meiner Ansicht nach ist das auch sehr wichtig, da man ansonsten ständig gegen seine eigenen Werte verstoßen müsste, was auf längere Sicht gesehen zu Schäden an Körper, Geist oder Seele führen würde.
Wichtig sind mir meine Glaubwürdigkeit für mein Handeln, die Aufgeschlossenheit für Neues und meine Erfolgsorientierung, also dazu beizutragen, dass es weiter voran geht und sich Erfolge einstellen.

 

6. In welchem Unternehmen würden Sie gerne mal einen Tag arbeiten und warum?

Da kann ich mich leider auf kein konkretes Unternehmen festlegen. Spannend fände ich es jedoch, mal in einer Unternehmung aus dem Bereich Werbung bzw. Marketing zu arbeiten. Hier würde ich dann gerne den Kreativprozess einer Kampagne mitgestalten. Für mich wäre dabei reizvoll, dass hier ohne Begrenzungen gedacht werden kann.

 

7. Wie sieht Ihr ideales Unternehmen aus?

Das wäre ein Unternehmen, welches Sinn und Erfolg in seiner Ausrichtung und Zielsetzung verbindet. Es gäbe die Klarheit, wo es hingehen soll bzw. warum etwas getan werden muss und gleichzeitig hätten die Menschen die Verantwortung und Raum, um sich daran konstruktiv mit ihren Stärken zu beteiligen.

 

8. Welche Person ist Ihr Vorbild und warum?

Da gab und gibt es viele, von daher würde die Aufzählung hier den Rahmen sprengen. Generell kann ich sagen, dass ich am Menschen interessiert bin. Dabei möchte ich herausfinden, wie sie ihr Leben, ihre Arbeit organisieren und wie sie die Welt verstehen. Das klingt jetzt vielleicht erst mal sehr global – wichtig ist mir jedoch dabei, die Hintergründe für ihr Denken und Handeln zu verstehen. Jede(r) hat da so sein eigenes Rezept mit seinen eigenen Zutaten. Und ich bin für meine eigene Entwicklung sehr daran interessiert, von Erfahrungen anderer Menschen zu lernen.

 

9. Wie sehen Ihre persönlichen Ziele für die nächsten drei Jahre aus?

Neben meiner persönlichen Entwicklung ist es mir wichtig, mein Engagement für Nachwuchsführungskräfte noch zu verstärken und mehr über das Thema Diversity zu lernen.

 

10. Erzählen Sie uns eine außergewöhnliche Erfahrung, die Sie geprägt hat.

Ein prägendes Erlebnis gab es für mich, als ich mir das Bumerang werfen beigebracht habe. Ich hatte mir einen leicht zu werfenden Dreiflügler gekauft und ging auf eine nahe gelegene, große Wiese. Ich hatte mich zuvor im Internet über die Technik ein wenig informiert, wollte aber bewusst nicht zu viel darüber wissen, um eine kleine Lernherausforderung zu haben. Nach vielen Versuchen, Veränderungen und kleinen Teilerfolgen funktionierte es – der Bumerang kam zu mir zurück. Das war schon ein gutes Gefühl – das noch besser wurde, als es bei den weiteren Würfen auch funktionierte. Ich war also stolz und hatte dabei auch richtig Spaß. Zugleich erlebte ich, wie schnell aus Selbstbewusstsein Überheblichkeit werden kann. Nach vielen erfolgreichen Würfen kam es dazu, dass der Bumerang eben nicht mehr zurückkam. Was war passiert? Die Windstärke hatte sich nicht verändert, sehr wohl aber die Richtung. Da an diesem Tag nur ein ganz leichter Wind ging, hatte ich den Richtungswechsel nicht wahrgenommen. Daraus habe ich dann gelernt, dass ich bei meinem Handeln achtsam sein muss, auch wenn ich erst mal der Meinung sein sollte, alles im Griff zu haben.

 

11. Wie lautet Ihr Lebensmotto?

„If you always do what you always did you will always get what you always got.“

 

 

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Profil von Björn Hübner, Coachingbüro Huber & Partner, Freiburg 

 

Björn Hübner vom Coachingbüro Huber & Partner, in Freiburg, Jahrgang 1969, begleitet Entwicklungs- und Veränderungsprozesse im Bereich Führung, Werte und Unternehmenskultur. Als Hintergrund für diesen Beruf bringt er ein Pädagogik-Studium mit den Schwerpunkten Psychologie und Personalentwicklung sowie langjährige Führungsverantwortung und Erfahrungen als Projektleiter in internationalen Teams mit. Ferner hat er als ehemaliger Leistungssportler Erfahrungen im konstruktiven Umgang mit alltäglichen Leistungs- und Erfolgsdruck. "Mit meiner Arbeit eröffne ich für den beruflichen Kontext Entwicklungsräume so, dass Menschen in Kontakt zu sich und ihren Themen kommen, ihre Potenziale entdecken und nutzen, Ziele erreichen und dabei in Balance mit sich und ihrer Umwelt bleiben."

 

 

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