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AGITANO Wochenschau – 36/2012

Das war die Woche KW 36-2012 mit ihren Highlights:


Interessante Fachreihen, Fachbeiträge und Interviews:

Hochfrequenzhandel an den Börsen hat das Potential einer Massenvernichtungswaffe. Dennoch geht der Eigennutz Weniger über das Gemeinwohl und das der Realwirtschaft. Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

Nachhalige Venture-Capital-Fonds – Interview mit der Kube Investment GmbH: Interview zu nachhaltigen Geldanlagen, die Rendite und Sicherheit zusätzlich noch mit gesellschaftlicher Verantwortung verknüpfen, aber derzeit nur 0,9% des Anlagevolumens in Deutschland ausmachen. In den Niederlanden über 30%, in Belgien über 20%, auch in Österreich und der Schweiz ist der Anteil nachhaltiger Anlagen höher. Dabei schließen sich ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Geld (Nachhaltigkeit) und eine hohe Rendite gegenseitig nicht aus – ganz im Gegenteil…

Roland-Berger-Restrukturierungsstudie "International 2012: Staatsschuldenkrise – Auswirkungen auf Finanzierung und Realwirtschaft". Zwei der Ergebnisse: Europäische Unternehmen erwarten insgesamt eine stagnierende Wirtschaft in 2012 und ber
eiten sich auf eine erneute Liquiditätskrise vor. Japaner im Schnitt noch skeptischer.

Presse, Leistungsschutzrecht: "Wichtiges Signal oder massive Störung?" Die Bundesregierung hat die jüngste Fassung als Gesetzentwurf verabschiedet. Sollten der Bundestag und Bundesrat zustimmen, würden bislang (vergütungs-)freie Nutzungen selbst kleinster Textbausteine zustimmungs- und kostenpflichtig. Die geplante Änderung des Leistungsschutzrechtes stößt auf massive Kritik, der Verband der deutschen Internetwirtschaft fasst zusammen…

Breitbandausbau dank Energiewende? Der Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) hat sich kritisch zu dem Leitfaden der Bundesnetzagentur zum Ausbau des Breitbandnetzes geäußert. Gerade im ländlichen Raum gebe es einige Hürden. Die Funklösung sollte immer die letzte Möglichkeit sein, denn ab einer gewissen Datenmenge müssten auch die Funkmasten mit Glasfasern verbunden werden. Zudem könne auch nicht überall ein Funkmast aufgebaut werden, zumal dann wieder das Problem mit dem Elektrosmog bestehen würde…

Die Marketingexpertinnen von Stahldust: Gute Köche haben einen "Signature Dish". Der „Signature Dish“ ist ein Gericht, das alle Aspekte der Handschrift des Chefs widerspiegelt und ihm damit immer eindeutig zugeordnet werden kann. Selbst bei einer Blindverkostung sollte man schmecken können, wer es zubereitet hat. Gute Redner haben eine "Signature Story". Eine Signature Story ist eine originelle, fesselnde Geschichte, für die z. B. ein Redner bekannt wird. Er wird mit der Zeit so gut in der Präsentation dieser Geschichte, dass die Zuhörer sie immer und immer wieder hören wollen. In beiden Fällen ist eindeutige Wiedererkennbarkeit garantiert!

 

Auch die AGITANO-Kolumnisten haben diese Woche wieder interessante Beiträge veröffentlicht, u.a.:

Dr. Franz Alt: Energiespeicher der Zukunft erforschen und entwickeln… Wer hat sich nicht schon geärgert, weil der „schwere“ Akku des Laptops nicht nur das Gewicht wesentlich erhöht, sondern auch gerade dann den Strom aufgibt, wenn man noch Wichtiges schreiben will? 

Hans-Jürgen Krieg – Spiritualität & Business: Das Wunder des Lebens – Achten Sie auf die Zeichen des Lebens und folgen Sie konsequent ihrer inneren Stimme.

Alexander Manko, emmenove Wein & Feinkost: In dem zweiten Teil zur Nachhaltigkeit des Weines und des Handels mit demselben geht es um ein noch unbekanntes aber trotzdem nicht ganz einfaches Thema: Badge-Marketing kennen wir aus der Automobil- und Lebensmittelbranche zur Genüge. Hier werden die gleichen Produkte unter jeweils anderen Labels – Badges – zu unterschiedlichen Preisen und differenzierten Images angeboten.

Anne M. Schüller: Die Begeisterungsführung hat das Ziel, jenseits der Null-Linie der Zufriedenheit die Performance-Exzellenz aller Mitarbeiter zu erhöhen, ihre emotionale Verbundenheit zur Arbeitsstelle zu stärken, die Guten so lange wie möglich im Unternehmen zu halten und positive Mundpropaganda nach innen und außen auszulösen.

Ulrich B Wagner: "Lebe Deinen Traum! Es ist nie zu spät! Über Lebenschancen, Rucksäcke voller Steine und übereiltem Handeln…" Ulrich B Wagner mit einem Plädoyer dafür, sich nicht im Nachdenken und Zaudern zu verlieren, sondern rechtzeitig wieder Herr über seinen eigenen Lebenstraum zu werden – denn: Auf unserem Sterbebett werden wir nicht die Dinge bereuen, die wir getan haben, sondern die Dinge, die wir nicht getan haben…

Auf der Seite 2 finden Sie weitere interessante Beiträge, die in der verangenen Woche auf AGITANO veröffentlicht wurden.

 

Informationen für Unternehmer/innen, Führungskräfte und Selbstständige:

Rohstoffsicherung: Die Deutsche Rohstoffagentur hat ihren Sitz in Berlin eröffnet. Sie soll Unternehmen bei der Rohstoffsicherung unterstützen.

IT-Firmen, die über ein Qualitätsmanagement (QM) nach ISO 9001 verfügen, haben gegenüber dem Wettbewerb entscheidende Vorteile. Darauf weist der Bundesverband IT Mittelstand e.V. (BITMi) in einer aktuellen Stellungnahme hin.

Preisträger des Gründerwettbewerbs "IKT innovativ" ausgezeichnet: Bis zu 30.000 Euro Startkapital und die renommierte Auszeichnung erhielten…

Energieeffizienz im Wohnungsbau: Die KfW hat berechnet, welche Auswirkungen die Förderung der Energieeffizienz im Wohnungsbau 2011 hatte: 250.000 Arbeitsplätze geschaffen, 540.000 Tonnen CO2 vermieden.

Energieeffizienz in Unternehmen: KfW Bankengruppe, WWF, Öko-Institut und Fraunhofer ISI haben in einer Studie die Vor- und Nachteile einer Einführung eines deutschen Energieeinsparquotensystems geprüft. Fragestellung: Kann man durch die Einführung eines Einsparquotensystems die Energieeffizienz in Unternehmen und in Privathaushalten steigern?

Cloud Computing im Unternehmensumfeld: Aus Kostengründen setzen immer mehr Unternehmen auf Cloud-basierte Lösungen. Welche Vor- und Nachteile, Risiken sowie Chancen das Auslagern von Daten in die digitale Wolke insbesondere für Unternehmen im Bereich des Maschinen- und Anlagebaus birgt, hat das Fraunhofer IAO in Zusammenarbeit mit der Infoman AG im Rahmen einer empirischen Untersuchung erforscht.

Button-Lösung: Die neuen Regelungen der Button-Lösung zeigen erste Wirkung. GMX und Web.de von Verbraucherschützern bereits abgemahnt.

Gründerwoche Deutschland lädt zum Mitmachen und Gründen ein: Mit der Gründerwoche Deutschland vom 12. bis 18. November 2012 wird Selbstständigen und Start-Ups erneut eine breite Palette an Informationen und Förderungen angeboten (Schirmherrschaft: Bundeswirtschaftsministerium).

Frauen in Führungspositionen: Positive Entwicklung auf unteren und mittleren Ebenen, Spitzengremien sind aber nach wie vor eine Männerdomäne – Verdienstlücke wird langsam kleiner, „gender pay gap“von 30 auf 21 Prozent zurückgegangen…

Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Um Familie und Karriere besser in Einklang zu bringen, wünschen sich Frauen im mittleren Management in erster Linie flexiblere Arbeitszeiten. 81 Prozent der Mittelmanagerinnen sehen in beweglichen Arbeitszeitmodellen die größte konkrete Hilfe noch vor mehr Führungspositionen in Teilzeit und verbesserten Betreuungsangeboten für Kinder.

Interkulturelle Kompetenz mit Arabien: Die IHK Schwaben bietet ein Intensivseminar an, um für die interkulturellen Eigenheiten im Geschäftskontakt mit arabischen Ländern zu sensibilisieren – am 8. Oktober 2012 in Lindau.
 

Weitere interessante Nachrichten:

Wettbewerbsfähigkeit: Im globalen Standortvergleich des Weltwirtschaftsforums konnte Deutschland seinen sechsten Rang verteidigen. Dem hingegen ist die USA vom fünften auf den siebten Platz abgerutscht. Die Spitze des Rankings bleibt indes unverändert: Spitzenreiter bleibt die Schweiz…

Exporte: Die deutschen Exporte in Länder außerhalb der EU stiegen im 1. Halbjahr 2012 um 11,1% und damit auf 42% der gesamten Ausfuhren an. Besonders hohe Zuwächse gab es bei den Ausfuhren nach Japan, in die USA und nach Russland. Die deutschen Ausfuhren insgesamt stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,8 % auf 550,5 Milliarden Euro.

Mittelstandskonjunktur: Die Krisenangst erfasst zunehmend auch die deutsche Binnenwirtschaft – Geschäftsklima im Mittelstand erneut gesunken, überraschend starker Stimmungseinbruch im Einzelhandel, konjunkturelle Schubkraft am Arbeitsmarkt flacht ab.

"Green Economy – Ein neues Wirtschaftswunder" – Ziel des neuen Forschungsprogramms des Bundesforschungs- und des Bundesumweltministeriums: Das Wirtschaften ressourceneffizienter, umweltverträglicher und sozial inklusiver machen. Es soll geklärt werden, wie mit marktwirtschaftlichen Instrumenten nachhaltige Produktion, Preisbildung und Konsumverhalten erreicht werden kann.

Erneuerbare – Bilanz positiv: Nutzen Erneuerbarer Energien überwiegt die Kosten bei weitem. Der gesellschaftliche Nutzen Erneuerbarer Energien beläuft sich nach aktuellen Berechnungen allein im Strombereich auf mindestens 21 Milliarden Euro pro Jahr. Dem standen im Jahr 2011 nominelle Aufwendungen von knapp 14 Milliarden Euro für die Förderung umweltfreundlicher Elektrizität gegenüber.

FuE-Tätigkeit in Unternehmen: Industrielle Forschung im Aufwind. Forschende Unternehmen haben eine um 57% höhere Pro-Kopf-Wertschöpfung als nicht forschende Unternehmen. 3,7 Prozent der FuE-Aufwendungen werden vom Staat finanziert und rund 90 Prozent des gesamten FuE-Aufwands entfallen auf die vier forschungsintensivsten Branchen Kfz-Industrie, Maschinenbau, chemische Industrie und Elektrotechnik.

Leichtbau: Nur 0,5% Beimischung von Nanopartikeln auf Ruß-Basis macht Magnesium so hart wie Stahl, ist aber zugleich 30% leichter als Aluminium – Konkurrenz für den Leichtbau. Im Rahmen des EU-Projekts EXOMET werden neue Magnesiumwerkstoffe für den Leichtbau u.a. von Fahrzeugen, Flugzeugen und Satelliten entwickelt.

Altbau, Sanierung: "Neuer Dämmputz mit hervorragenden Isolationswerten – Weltraumtechnik für Altbauwände." Eine neuartige Innenverkleidung aus Dämmputz für Altbauten lässt sich schneller aufbringen, verhindert durch das direkte Aufliegen auf dem Mauerwerk die Bildung von Feuchtigkeit und hat höhere Dämmeigenschaften.

Immobilienmarkt weiter im Aufwind, besonders die Nachfrage nach Eigentumswohnungen wächst: 2008 zahlten Erwerber von gebrauchten Eigenheimen im Schnitt noch 177.000 Euro, 2010 bereits 195.000 Euro. Mittlerweile kostet ein Einfamilienhaus in Großstädten im Schnitt 278.000 Euro, im ländlichen Raum hingegen 111.000 Euro.

Wir hoffen, Sie erhalten mit dieser Zusammenstellung eine interessante Retrospektive auf einige Highlights der vergangenen Woche. Zugleich wünschen wir ein schönes und erholsames Wochenende.

Ihre AGITANO Redaktion

 

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