Wirtschaft

Aldi erobert New York City

Der weltgrößte Einzelhändler Wal Mart versucht seit Jahren bislang vergeblich, einen Fuß in die US-Metropole New York zu bekommen. Grund ist das negative Image des Konzerns, für das er durch fragwürdige Arbeitsbedingungen seiner Angestellten (Ausbeutung) selbst verantwortlich ist. Der Konzern muss sich immer wieder wegen der Behandlung seiner Mitarbeiter vor Gericht verantworten. Durch dieses Anti-CSR sperren sich viele der großen liberalen US-Städte gegen eine Ansiedelung von Wal Mart, Gewerkschaften rufen zu Protesten auf und Politiker stellen sich quer. Nun hat der deutsche Discounter-Konkurrent Aldi mitten in New York City (in Queens) seine erste Filiale eröffnet – platzsparend, ohne Musik und ohne Werbung. Dabei akzeptiert die Aldi-Filiale Bargeld und staatliche Lebensmittelmarken, mit denen die Armen in New York einkaufen können. Kreditkarten sind allerdings tabu, weil sie Gebühren verursachen und Zeit kosten. Die Einkaufswägen müssen wie in Deutschland mit einer Münze ausgelöst werden und als weiterer Unterschied zu der in den USA verbreiteten Praxis schließen die Aldi Filialen um 21.00 Uhr Abends. Aldi ist bislang mit rund 1.100 Filialen in 31 Staaten vertreten. Aldi ist damit der weltweit achtgrößte Einzelhändler. 2009 wurden 67,7 Milliarden Dollar erlöst, davon entfallen bislang 6,5 Milliarden auf den amerikanischen Markt.
 

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