Wirtschaft

Allianz: Lage der Euro-Zone verbessert – Spanien, Irland, Belgien stabilisiert

Die Studie „Euro Monitor“ des Versicherungskonzerns Allianz zeigt, dass sich in den vergangenen Monaten die wirtschaftliche Lage in den 17 Euro-Staaten mehrheitlich stabilisiert hat – 12 von 17 Staaten konnten sich verbessern. Zum ersten Mal seit 2007 hätten sich die makroökonomischen Ungleichheiten in der Eurozone zudem nicht weiter ausgeweitet, sondern sogar leicht verringert.

Die zugrunde gelegten Kriterien umfassen neben den Staatsfinanzen auch Exporterfolg, Inlandsnachfrage, Lohnentwicklung, Arbeitslosigkeit und die private Verschuldung.

Gegenüber dem Jahr 2010 haben sich nur Zypern, Griechenland und Slowenien verschlechtert. Verbessert haben sich vor allem Deutschland und auch das zuletzt unter Beschuss geratene Belgien, das nun erstmals seit 500 Tagen wieder eine Regierung vorweisen kann, die die Probleme des Landes nun konsequent angehen will. Auch zu den bisherigen Krisenstaaten Irland und Spanien vermeldet die Allianz-Studie erfreuliches: „Die hoch verschuldeten Peripherienationen wie Irland und ganz besonders Spanien dürften im heurigen Jahr ihren Abwärtstrend beendet haben.

Die Studie wiederholt zudem einen Vorschlag der Allianz zur Lösung der Schuldenkrise, den der Versicherer bereits im letzten Sommer vorgelegt hatte: Demnach soll die Eurozone einen speziellen Versicherer schaffen, den ESIM, der europäische Staatsanleihen für die Zeichner versichern soll. Teile des Euro-Rettungsschirms sollen dann eingesetzt werden, um die Prämien für diesen Versicherer zu zahlen, der die Schuldpapiere garantiert. Dadurch werde laut Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz SE, ein „bezahlbarer Zugang zu den Kapitalmärkten für die betroffenen Staaten (wieder) hergestellt“.
 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.