Kolumnen

Alternative Nobelpreise für Klimaschützer

"Weckrufe, unsere gemeinsame Zukunft zu sichern." Die vier alternativen Nobelpreisträger erhalten die Auszeichnung für ihre Leistungen beim Klimaschutz, bei der Bekämpfung von armutsbedingter Krankheit sowie für Bemühungen zu einer atomwaffenfreien Welt.

 

Dieses Jahr zum 30. Mal vergeben, gehen die Right Livelihood Awards 2009 an folgende vier Preisträger – der Ehrenpreis geht an David Suzuki (Kanada). Die Jury würdigt „seinen langjährigen Einsatz für die soziale Verantwortung der Wissenschaft, sowie zur Aufklärung über die Gefahren des Klimawandels und die zu seiner Begrenzung erforderlichen Massnahmen.“

 

Drei Preisträger erhalten je einen Geldpreis in Höhe von 50 000 Euro:

 

René  Ngongo (Demokratische Republik Kongo) erhält den Preis „für seinen Mut, sich jenen Kräften entgegenzustellen, die die Regenwälder des Kongo zerstören, und für seine Bemühungen, politische Unterstützung für deren Bewahrung und nachhaltige Nutzung zu schaffen."

 

Alyn Ware (Neuseeland) wird ausgezeichnet „für seinen Einsatz und seine internationalen Initiativen über zwei Jahrzente zur Stärkung der Friedenserziehung und zur Schaffung einer atomwaffenfreien Welt."

 

Catherine Hamlin (Äthiopien) erhält den Preis, „weil sie sich seit fünfzig Jahren der Behandlung von Patientinnen mit Geburtsfisteln widmet und dabei die Gesundheit, Hoffung und Würde von Tausenden ärmster afrikanischer Frauen wiederhergestellt hat."

 

Die internationale Jury des Right Livelihood Award begründet die Auswahl der Preisträger so: „Trotz der wissenschaftlichen Warnungen über die drohende Gefahr und zerstörerischen Auswirkungen des Klimawandels, und obwohl Lösungen längst bekannt sind, sind die Antworten auf diese globale Krise quälend langsam und unzureichend. Die weltweite atomare Bedrohung nimmt wieder zu. Und dass so viele arme Menschen an behandelbaren Krankheiten leiden, ist eine Schande für die Menschheit. Die Preisträger dieses Jahres zeigen konkret, was getan werden kann und muss, um den Klimawandel zu begrenzen, die Welt von Atomwaffen zu befreien und um lebenswichtige medizinische Behandlung auch für die Armen und Benachteiligten bereitzustellen."

Die Auszeichnung bekommen seit 1980 jedes Jahr Personen, Organisationen und Repräsentanten sozialer Bewegungen, die sich mit praktischen Lösungen und Modellen für menschenwürdige Lebensweisen einsetzen. Der Preis wurde 1980 vom Philatelisten, Journalisten und zeitweiligen Mitglied des Europäischen Parlaments, Jakob von Uexküll, aus dem Erlös seiner Briefmarkensammlung gestiftet. Der Preis wird am 4. Dezember von der Right Livelihood Award Stiftung im Schwedischen Parlament verliehen.

 

Quelle: © Right Livelihood Award 2009

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