Management

Anja Klotz im Personality-Interview Nr. 71, Kommunikationstrainerin und Rhetorik-Coach

Im Rahmen der "Personality-Interviews" kommen eine Vielzahl interessanter, außergewöhnlicher und herausragender Experten – von Speakern, Coaches und Trainern über Gutachter, Sachverständigen und Beratern bis hin zu Wissenschaftlern – zu Wort.

Das 71. Interview wurde mit Anja Klotz geführt, Kommunikationstrainerin und Rhetorik-Coach.

Schönen guten Tag Frau Klotz, bitte stellen Sie sich kurz vor.

Ein freundliches Hallo an alle Agitano-Leser. Mein Name ist Anja Klotz, ich bin Kommunikationstrainerin und Coach für Ziele, Wege und Lösungen.
Nach einem beruflichen Start im Marketing hat mich die Wirkung von Sprache so fasziniert, dass ich noch ein Rhetorikstudium angeschlossen habe und jetzt die Kommunikation der Inhalt meiner Arbeit ist.

Was ist dabei nun genau das Hauptthema in Ihrer Tätigkeit?

Als Spezialistin für wertschätzende Kommunikation im Unternehmen biete ich maßgeschneiderte Trainings mit den Schwerpunkten Reden, Vortragen und Verhandeln an.
Ein wertschätzender Umgang im Team fördert Zugehörigkeit, Motivation und Leistung der einzelnen Mitarbeiter. Und so bewirken die Seminare neben dem fachlichen Nutzen gleichzeitig auch einen Teambildungseffekt.

Den Erfolg für Ihr Unternehmen können Sie betriebswirtschaftlich messen: Das Team um den Forscher Marcial Losada wies nach, dass Gruppen nur dann exzellente Leistungen bringen, wenn sie positiv miteinander kommunizieren. Ganz konkret wurde die Interaktion in Team-Meetings auf Senior Management Level gemessen: Erst bei einem Verhältnis positiver zu negativer Beiträge von 3:1 sind High-Performance-Leistungen machbar.

Kommunikation ist authentisch und positiv, wenn meine Einstellungen und Glaubenssätze mir nicht im Weg stehen. Das ist die Schnittstelle zu meinem zweiten Schwerpunkt, dem Coaching. Coaching tut gut, es ist wie Wellness für den Kopf. Eigene Ziele zu finden, neue Wege zu sehen und passende Lösungen zu realisieren, steht im Vordergrund der Themen meiner Coaching-Klienten.

Was zeichnet Sie besonders aus und was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal?

Was zeichnet mich aus? Meine Aufgaben erfüllen mich. Die Entwicklung der Menschen, die sich mir anvertrauen und in einem geschützten Rahmen beispielsweise ihre Angst vor dem Präsentieren vor Gruppen nach und nach in Freude umwandeln – das ist meine Motivation.
Mein Alleinstellungsmerkmal heißt Zielorientierung. Wenn Sie hauptsächlich Ihr Problem von allen Seiten aus anschauen und analysieren, wachsen Ihr Problemberg und Ihre Frust. Erlauben Sie sich, Ihr Ziel genauso detailliert anzusehen, fühlen Sie sich bewusst in eine Ziel-erreicht-Stimmung hinein. Ihre Laune wird steigen und Ihr inneres Team wird Ihnen Vorschläge machen, wie die Reise zum Ziel aussehen könnte.

 

 

Worin liegt Ihrer Meinung nach – aus der Perspektive Ihrer Tätigkeit heraus – in der Regel der größte Handlungsbedarf bei Ihren Kunden?

Viele Menschen lassen sich vom Leben treiben. Wenn ich mal mit achtzig im Lehnsessel schaukele, möchte ich zurückschauen auf viele kleine Ziele, deren Erreichen mich lebendig und glücklich gemacht hat. Ziele sind wichtiger als Probleme. Wer sich keine setzt, kann auch weniger Erfolgserlebnisse genießen.

Woran denken Sie bei den Worten „kurzfristiger Erfolg“ versus „Nachhaltigkeit“?

Selbst ein kurzfristiger Erfolg kann nachhaltig die Perspektive verändern. Wenn mir ein erstes Mal dank neuer Kommunikationstools eine Verhandlung geglückt ist, kann ich mit mehr Selbstbewusstsein ins nächste Meeting gehen. Das wiederum stärkt meine Position dort, da meine Körpersprache sich verändert. Rund 55 Prozent unseres Erfolgs in Gesprächen hängt von dem ab, was wir nonverbal ausstrahlen.

Ein toller Verstärker für den nachhaltigen Erfolg sind natürlich regelmäßige Schulungen. Die Teilnehmer werden sich immer wieder ihrer Kommunikation bewusst und können jedes Mal auf dem aufbauen, was sie zuvor schon in den Berufsalltag umgesetzt haben.

Haben Sie ein Lebensmotto? Wenn ja, welches?

Daheim im Flur hängt zurzeit eine Postkarte mit dem Text: „Man kann sich den ganzen Tag aufregen, aber verpflichtet ist man nicht dazu.“ Daran versuche ich mich zu orientieren, mich zu erinnern: Ich kann selbst wählen, wie ich mit einer Situation umgehe.

Wie sehen Ihre persönlichen Ziele für die nächsten 3 Jahre aus?

Ich werde mir die Zeit nehmen, ein Buch über empathische Kommunikation zu schreiben.

Frau Klotz, vielen Dank für das interessante Gespräch und die Einblicke in Ihre Tätigkeit.

 

Das Interview führte Oliver Foitzik (Herausgeber AGITANO / Geschäftsführer FOMACO GmbH).

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