Neue Medien

Anonymous schreibt ungarische Verfassung neu – Verfassungsgericht attackiert

Das Internetkollektiv Anonymous hat die Webpräsenz des ungarischen Verfassungsgerichts attackiert und dabei Zugriff auf die am 1.Januar 2012 in Kraft getretene Verfassung Ungarns erlangt. Die Hacker haben dabei die äußerst stark kritisierte Verfassung in mehreren Teilen verändert: "Wir verkünden, dass die Ideologien der Tyrannen, Herrscher, Diktatoren nur kurze Abschnitte der Geschichte sind, deren Tyrannei das Volk jederzeit beseitigen, gegen die es sich erheben kann."

Die Verfassung, die auch „Nationales Glaubensbekenntnis“ gennant wird, wird von Kritikern vor allem aufgrund ihrer repressiven Einschränkung demokratischer Institutionen gebrandmarkt. Medien, Datenschutzbehörde, Gerichte, Notenbank und das Verfassungsgericht werden in dem neuen Grundgesetz in ihrer Souveränität beschränkt.

Anonymous hatte bereits im Dezember der stark rechts-orientierten Regierungspartei Fidesz-MPSZ und dem ungarischen Premier Viktor Orban mehrere Drohungen gewidmet. Die Hacker-Gruppe monierte schon seit einiger Zeit, dass Orbans Regierung die ungarische Demokratie ermorde und in Richtung einer Tyrannei respektive Diktatur steuere.

Anonymous ist gegenwärtig immer häufiger in den Schlagzeilen. Erst vor einigen Tagen hatte das Kollektiv den Argrarkonzern Monsanto heftig attackiert und dabei mehrere Datensätze veröffentlicht.

(sm)
 

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