Energie & Umwelt

Anstieg des Meeresspiegels, ein 30 Bio.$ Risiko

Forscher und Wissenschaftler aus 30 Ländern diskutieren auf dem „Sturmflutkongress 2010“ vom 13.-17. September in Hamburg das aufgrund des Anstiegs des Meeresspiegels wachsende Risiko dramatischer Sturmfluten.

Die Prognosen des „Sturmflutkongresses 2010“  wirken düster: Immer heftigere Sturmfluten werden immer mehr Menschen schädigen und immer größere Vermögenswerte in Mitleidenschaft ziehen. Dies liegt einerseits an der zunehmend intensiveren Nutzung und Bebauung des Küstenraumes in aller Welt, sandererseits an dem weiter ansteigenden Meeresspiegel. Die Experten rechnen mit einem Anstieg bis Ende des Jahrhunderts von 30-110 cm . Besonders gefährdet sind die großen Hafenstädte weltweit und die großen Flussdelta-Regionen. Laut Hans von Storch, Leiter am GKSS-Institut für Küstenforschung in Geesthacht, gilt für die Deutsche Bucht zumindest noch bis 2030 Entwarnung. Bis dahin müssten die bestehenden Einrichtungen und Konzepte für den Küstenschutz einschließlich der Elbe und ihres Verlaufs so wirksam sein wie heute.

Derzeit sind rund 40 Millionen Menschen in den großen Küstenmetropolen von Sturmfluten  bedroht. Die Zahl könnte bis 2070 auf rund 150 Millionen Menschen anwachsen (Bevölkerungswachstum, Wachstum der Städte). Zu den im Jahr 2070 bedrohtesten Küstenmetropolen zählen Kolkata und Mumbai (Indien), Dhaka (Bangladesch), Guangzhou und Shanghai (China) und Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam). Nach Berechnungen waren 2005 drei Billionen US-Dollar (3.000 Mrd.) an Vermögenswerten durch potenzielle Sturmfluten bedroht. Dieser Betrag könnte bis 2070 um das Zehnfache anwachsen. Die höchsten Vermögenswerte dürften dann 2070 in den Metropolen Miami und New York (USA), Guangzhou und Shanghai (China), sowie Kolkata (Indien) bedroht sein.
 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.