Wirtschaft

Anteil an älteren verschuldeten Deutschen steigt an

Nach Ergebnissen des aktuellen Schuldenbarometers von BÜRGEL, einem Portal für Wirtschaftsinformationen, Inkasso, Direktmarketing und Adressermittlung, gleicht die Zahl der Privatinsolvenzen in dem ersten Halbjahr 2011 dem Rekordniveau des Vorjahres und ist somit unverändert hoch. 68.818 mussten sich in den ersten sechs Monaten des Jahres als zahlungsunfähig melden, jedoch entspricht das einem minimalen Rückgang von 0,9%. Als Risikogruppen wurden besonders Niedriglohnempfänger, alleinerziehende junge Mütter und neuerdings auch Senioren deklariert. Bei den über 60-jährigen stieg die Anzahl der Privatinsolvenzen um enorme 8,9% was vor allem auf die fehlenden Möglichkeiten von Geringverdienern zurückzuführen sei, eine ausreichende Altersvorsorge anzulegen. Deutschland sei hier eines der Schlusslichter im Internationalen Vergleich. Insgesamt besitzen 46- bis 59-jährige mit 32,1% den größten Anteil an der gesamten Anzahl der Privatinsolvenzen, gefolgt von den 26- bis 35-Jährigen mit 23,8% und den 18- bis 25-Jährigen mit 6,5%. Senioren über 60 besitzen nun einen Anteil von 7,5%.

Obwohl in diesem Halbjahr ein abnehmen der Privatinsolvenzen zu verzeichnen war, fällt die Gesamtzahl weiterhin hoch aus. Ältere Bundesbürger sind als relevante Größe hinzugekommen und zeigen, dass es schwierig sein kann eine ausreichende Altersvorsorge anzulegen. Es wird erwartet, dass sich insgesamt die Insolvenzen bis Ende des Jahres auf 138.000 bis 140.000 einpendeln werden. Die markantesten Gründe für Zahlungsunfähigkeit sind unter anderem mangelnde Finanzerfahrungen, unpassendes Konsumverhalten, Arbeitslosigkeit, dauerhaftes Niedrigeinkommen und Trennung und Scheidung.

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