Panorama

Antibiotika: Russland verhängt Importstopp gegen deutsche Schweine

Russland stellt ab dem 15. November 2011 den Import von deutschem Schweinefleisch ein. Grund ist die Beanstandung der Fleischqualität: Deutschland erfülle die Vereinbarungen zum Antibiotika-Einsatz nicht. Vereinbart ist eine Frist von 30 Tagen, innerhalb denen vor dem Transport nach Russland keine Antibiotika mehr verabreicht werden dürfen. Deutsche Exporteure würden die Fristen aber nicht einhalten. Der massive Einsatz von Antibiotika steht in der Kritik, weil er Erreger resistent machen kann und damit die Tiere und auch den Menschen gefährden kann.

Deutschland ist einer der größten Fleischproduzenten der Welt. 2010 stieg die hergestellte Fleischmenge auf das Rekordniveau von 8,0 Millionen Tonnen (+3,9%). Der inländische Fleischkonsum ist dabei nahezu konstant auf gleichbleibenden Niveau, so dass rund 40% des Fleisches in den Export gehen. Die Effizienz der hiesigen Massentierhaltung und -tötung lässt dabei sogar den Export in Billiglohnländer wie Russland zu. 67,8% des in Deutschland produzierten Fleisches stammen von Schweinen, 17,2% von Geflügel und 14,87% von Rindern.

Laut der OECD wird die weltweite Fleischerzeugung von 284 Millionen Tonnen 2009 auf 328 Millionen Tonnen bis zum Jahr 2019 steigen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.