Wirtschaft

Apple gesteht Missstände bei chinesischen Zulieferern ein

Der US-Technologiekonzern Apple hat erstmals Missstände bei seinen chinesischen Zulieferfirmen eingestanden. 38% der Zulieferer würden die von Apple festgelegte maximale Wochenarbeitszeit von 60 Stunden plus einen freien Tag pro Woche nicht einhalten. Ein Drittel war im Umgang mit gefährlichen Substanzen nachlässig und ein Drittel hat gegen Arbeitsschutzmaßnahmen verstoßen. In fünf Fabriken wurden auch Minderjährige beschäftigt. Der 500 Seiten starke Bericht listet auch Verstöße gegen Umweltauflagen und bei der Bezahlung auf.

Apple hat mit dem Bericht erstmals auch seine 156 Zuliefererbetriebe genannt. Damit tritt der Konzern der wachsenden Kritik über Missstände bei der Produktion seiner Elektronikgeräte entgegen. 2010 hatte es bei dem größten Zulieferer Foxconn eine Selbstmordwelle gegeben, im September 2011 hatte der Konzern eine Zusammenarbeit mit fünf chinesischen NGOs verweigert, die international auf gravierende Umweltverschmutzungen der Elektronikbetriebe hingewiesen hatten. Mit der Transparenzoffensive stellt sich Apple nun nicht nur der Kritik, der Konzern ist auch als erster Elektronik-Hersteller der Kontrollorganisation Fair Labor Association (FLA) beigetreten. Die FLA wird nun die gesamte Zulieferkette überprüfen.
(mb)

 

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