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Apples Zusammenarbeit mit der Fair Labor Association (FLA) nur ein PR-Zug?

Die Aktivistengruppe SumOfUs greift in einer Pressemitteilung den Technologie-Konzern sowie die FLA, eine Organisation zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen, scharf an. So wird beiden vorgeworfen, dass die Zusammenarbeit zwischen Apple und FLA reine PR-Lobby sei. Ein Vorwurf der bereits seit einiger Zeit im Raum steht.

SumOfUs hat nun Parallelen zwischen einem Vorfall 2006 und 2012 gezogen. Auch 2006 war Apple aufgrund der horrenden Arbeitsbedingungen bei seinen Zulieferbetrieben stark kritisiert worden. Daraufhin hat Apple eine augenscheinlich unabhängige Organisation in den Prozess involviert. Die Gruppe bezieht sich damit auf offizielle Apple-Mitteilungen, in denen, parallel zu heute, Missstände zugegeben wurden, verbunden mit dem Versprechen, die Zustände zu ändern.

Zudem wird die FLA für ihr Vorgehen in Verbindung mit Apple kritisiert. Ist es sonst üblich, dass die Organisation unangekündigte Besuche in den betreffenden Produktionsstätten vornimmt, war sie im Falle Foxconn so zuvorkommend und hat deren Geschäftsleitung vorher über den Besuch informiert. Zudem hat die FLA lediglich einen Tag mit der Inspektion verbracht. Auf diesen einen Tag soll nun der bald erscheinende Bericht der Organisation über die Zustände und Fortschritte beruhen.

SumOfUs befürchtet nun, dass der FLA-Report lediglich bereits bekannte Missstände veröffentlicht und dies von Seiten Apples und der FLA als „Transparenzrevolution“ gefeiert wird. Zudem steht die Sorge im Raum, dass es Apple mit dem Report gelingt, die Öffentlichkeit von einem sauberen und fairen Image zu überzeugen, ohne grundlegende Änderungen in den Zulieferbetrieben zu bewirken.

(sm)

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