Kolumnen

Arbeit und Wohlstand durch Erneuerbare Energien

Dass erneuerbare Energien kein Arbeitsplatzkiller sind – wie in der Vergangenheit so oft behauptete wurde –  sondern   d e r   Arbeitsplatz-Knüller des 21. Jahrhunderts, wird immer offensichtlicher. 300.000 Menschen sind 2010 in Deutschland bereits in den Ökoenergie-Branchen beschäftigt – 500.000 werden es wohl bis 2020 sein und eine Million bis 2030. Erneuerbare Energien werden so immer mehr zu einer der tragenden Säulen der deutschen Wirtschaft.

 

In dieser Woche wurde bekannt, dass sich die jährlichen Investitionen in die neuen Energieträger bis 2020 gegenüber heute verdoppeln werden – dies sind dann jedes Jahr 28 Milliarden Euro. Allein in Deutschland wird die Branche zur Erzeugung von Strom Wärme und Kraftstoffen in den nächsten zehn Jahren 235Milliarden Euro investieren. Das ist das Ergebnis einer neuen Prognos-Studie, die der Bundesverband der Erneuerbaren Energien gemeinsam mit der Messe AG in Auftrag gegeben hatte.

 

Mit den anstehenden Milliarden-Investitionen erhöhen sich die Zahl der Beschäftigten und die ökonomische Wertschöpfung in Deutschland, ohne dabei das Klima zu belasten und ohne Ressourcen zu verschwenden. Mit Erneuerbaren Energien gelingt regionale Wertschöpfung, der Aufbau von Arbeitsplätzen und Klimaschutz zugleich. Das Geld für Erneuerbare Energien bleibt in der Region und fließt nicht zu den Ölscheichs in Arabien und zu den Gas-Baronen in Russland.

 

Voraussetzung für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien sind freilich verlässliche politische Rahmenbedingungen. Die Investitionen in Erneuerbare Energien liegen schon heute über denen in herkömmliche Energieträger. Der Abstand zugunsten der Erneuerbaren wächst von  Jahr zu Jahr. Ein unschlagbarer ökonomischer Vorteil der ökologischen Energien ist, dass ihr Einsatz keine Folgekosten verursacht wie dies bei Kohle, Gas Erdöl und Atomkraft in Milliardenhöhe der Fall ist.

 

Richtig ist: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien kostet Geld. Aber keine Erneuerbare Energien kosten die Zukunft.

 

Auch die Hannover Messe, die größte Industriemesse der Welt, hat in dieser Woche die wachsende Bedeutung von Sonne, Wind, Erdwärme  und Biogas für eine sichere Energieversorgung in der Zukunft verdeutlicht. Alle alten Energieträger gehen in den nächsten Jahrzehnten zu Ende und werden immer teurer. Die Erneuerbaren Energien halten „ewig“ und werden von Jahr zu Jahr preiswerter. Die Branche ist im letzten Jahr unter allen Branchen am meisten gewachsen – und das in der Wirtschaftskrise.

 

Quelle: © Franz Alt 2010

 

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