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Arbeiten 4.0 – Die wichtigsten IT-Trends für den Mittelstand

Arbeiten 4.0, Mittelstand

Beim Arbeiten 4.0 geht es um nichts Geringeres als um „das neue Leitbild von Arbeit“. So jedenfalls steht es im Grünbuch Arbeiten 4.0, herausgegeben vom Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Doch wie genau soll er aussehen, der Arbeitsplatz von morgen? Holografie in der Produktion, ERP auf der Smart Watch? Mit den neuen Technologien mehren sich auch die Chancen für Innovationen und die digitale Transformation – auch im deutschen Mittelstand. Die Sage Software GmbH, einer der Marktführer für integrierte (Lohn-) Buchhaltungs- und Bezahlsysteme hat die sechs wichtigsten IT-Trends für den Mittelstand aufgelistet.

IT-Trend Nr. 1: Smart Factory – Teil der Unternehmensstrategie

2015 taucht die Industrie 4.0 erstmals unter den Top-Themen des Jahres auf. Kein Wunder, schließlich sind immer mehr Objekte der realen Welt sind digital vernetzt und beeinflussen so Unternehmensprozesse. So lassen sich in einer „Smart Factory“ die Abläufe unter anderem in Produktion und Logistik einfacher steuern, stärker automatisieren und erheblich beschleunigen. Ein Beispiel dafür ist die Kommunikation zwischen Maschinen und Softwaresystemen untereinander, die etwa dabei helfen, logistische Prozesse zu optimieren oder Ausfallzeiten zu reduzieren, was unter anderem Zeit spart und das Fehlerrisiko senkt. Darüber hinaus haben Unternehmen einen besseren Überblick über die Verfügbarkeit von Maschinen, Material und Personal. So können sie ihre Ressourcen flexibler einsetzen und besser auslasten.

Zur Umsetzung solcher Szenarien sind neben der geeigneten Technologie vor allem Qualifikation und Akzeptanz der Mitarbeiter erforderlich – auch in der Unternehmensführung. Dr. Matthias Laux, Vice President Product Delivery Central Europe bei Sage rät: „Die strategische Planung des digitalen Wandels hin zu einer Smart Factory ist genauso wichtig wie die benötigte Technologie. Hier haben mittelständische Unternehmen aufgrund der kürzeren Entscheidungswege einen Vorteil. Den gilt es jetzt zu nutzen. Beispielsweise lassen sich auch ältere Maschinen mit heutiger Technologie zu vertretbaren Kosten in digitalisierte Fertigungsprozesse integrieren. Die vielbeschworenen Abschreibungszyklen für vorhandene Maschinen und Anlagen sind kein Argument für untätiges Warten. Die Industrie 4.0 fällt nicht vom Himmel.“

IT-Trend Nr. 2: Smart Cars bringen den Mittelstand in Bewegung

Autonomes Fahren setzt sich innerhalb der nächsten 15 Jahre durch – das glaubt fast die Hälfte der Teilnehmer an einer Umfrage des Bitkom unter Geschäftsführern und Vorständen der Automobilbranche. Doch längst können „Smart Cars“ viel mehr als Personen von A nach B zu transportieren. So informieren sie den Fahrer heute schon über Restaurants und Einkaufsgelegenheiten auf dem Weg, gewisse Funktionen sind per Sprachsteuerung bedienbar und auf Wunsch nehmen sie ihm Aufgaben wie das Einparken einfach ab. Denkbar für die Zukunft sind folgende Funktionen: Das Auto fährt den Mitarbeiter ans Ziel. Der Fahrer selbst bearbeitet E-Mails per Spracheingabe oder führt Videokonferenzen durch. Verspätet er sich, könnte das CRM-System den Wartenden (zum Beispiel Kunde oder Gesprächspartner) automatisch per E-Mail über die neue Ankunftszeit informieren.

IT-Trend Nr. 3: Augmented Reality und Holografie unterstützt die Produkt-Entwicklung

Augmented-Reality-Apps, mit denen Benutzer auf dem Display ihres Tablets oder Smartphones Informationen über bestimmte Objekte eingeblendet bekommen, beschleunigen schon heute Wartung und Reparaturen von Maschinen und Anlagen. Durch die Visualisierung von Daten aus CAD- und ERP-Systemen lassen sich beispielsweise benötigte Ersatzteile schneller identifizieren und montieren.

Doch das ist nur der Anfang von Augmented Reality, so Dr. Matthias Laux: „Für das Jahr 2016 erwarten Marktauguren, dass die Holografie große Fortschritte macht. Diese räumliche Projektion macht es bald möglich, Produkte wie Kleidung, Maschinen oder auch medizinische Prothesen noch in der Design-Phase zu visualisieren und anzupassen. Änderungswünsche des Kunden können dann mit Hilfe von Gestensteuerung schnell eingearbeitet werden.“

IT-Trend Nr. 4: Wearables sind privat und beruflich immer öfter dabei

Wo Holografie nicht einsetzbar ist, beispielsweise aus Platzgründen, da können Datenbrillen und andere Wearable-Geräte wie etwa Smart Watches berufliche Anwender bei ihren Aufgaben unterstützen. Offene Datenformate sorgen dafür, dass Geräte und Anwendungen auf unterschiedlichste Informationen zugreifen können, wie etwa auf Daten aus dem ERP- oder CRM-System et cetera. Dadurch könnten Unternehmer etwa Einkaufs- oder Bestellprozesse von unterwegs anstoßen oder Warnhinweise erhalten, wenn etwa eine Störung in der Firma aufgetreten ist.

Darüber hinaus werden die Wearables mit immer mehr Objekten in ihrer Umgebung kommunizieren. So könnten Ladeninhaber den Trägern von Smart Watches beispielsweise attraktive Angebote machen, während diese an ihrem Schaufenster vorbei laufen und so neue Kundschaft gewinnen.

IT-Trend Nr. 5: Clouds sorgen für Heiterkeit

Arbeiten 4.0, Mittelstand
Cloudbasiertes Arbeiten: Auch im Mittelstand immer wichtiger. (Bild: Luis Llerena / stocksnap.io)

Der Cloud-Markt in Deutschland wächst rasant – das zeigen Untersuchungen aller großen Marktforschungsunternehmen. IDC beispielsweise geht davon aus, dass die Cloud zumindest bis 2020 den Umgang mit IT bestimmen wird. Egal ob Office-Software, Unternehmensanwendungen, Backup-Services oder Online-Speicher: Die schnelle Bereitstellung zusätzlicher Ressourcen ohne hohe Anfangsinvestitionen erfreut sich wachsender Beliebtheit, auch und gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen KMU. Ein wichtiger Treiber dieser Entwicklung ist der wachsende Bedarf an mobilen Lösungen, die auf der Cloud-Technologie basieren.

IT-Trend Nr. 6: 3D-Druck prägt die Welt von morgen

Die Zukunftstechnologie 3D-Druck entwickelt sich rasant: In China wurden bereits komplette Häuser aus Bauteilen errichtet, die im 3D-Druckverfahren produziert werden. Dabei diente Bauschutt als Ausgangsmaterial. In der Weltraumforschung wird darüber nachgedacht, Forschungsstationen auf dem Mond aus Mondstaub zu drucken. Und in der medizinischen Prothetik könnten schon bald menschliche Organe ganz oder teilweise mit 3D-Druckverfahren erstellt werden.

Über Sage:

Die Sage Software GmbH ist einer der Marktführer für integrierte Buchhaltungs-, Lohnbuchhaltungs- und Bezahlsysteme. Weitere Informationen zum Unternehmen finden am Thema Interessierte im Internet unter www.sage.de.

Christoph Schroeder

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