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Arbeitskleidung und Schutzkleidung: Innovationen im Bereich Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz

Durch neue Hightech-Materialien ergeben sich immer interessantere Anwendungsmöglichkeiten für innovative Arbeits- und Schutzkleidung. Einige Entwicklungen sind bereits jetzt für Anwendungen im Bereich Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz verfügbar, bei anderen dauert es noch ein paar Jahre, bis sie vom Labor in den Markt gelangen, dennoch lohnt sich ein kurzer Ausblick:

Chemikalien abweisende Schutzkleidung

Ende Januar 2013 gaben Forscher der University of Michigan bekannt, eine Nanobeschichtung speziell für Schutzkleidung entwickelt zu haben, deren superomniphobe Oberfläche extrem flüssigkeitsabweisend ist und praktisch nicht nass oder schmutzig werden kann. Primäres Ziel der Entwicklung ist, gefährliche Chemikalien effektiv abzuweisen. So kann die Nanobeschichtung erstmals auch Flüssigkeiten mit geringer Oberflächenspannung sowie sogenannte nichtnewtonsche Flüssigkeiten wie Öle, Alkohole, organische Säuren, Shampoos, Farben oder Lösungsmittel abweisen. Das ist gerade bei Schutzkleidung sehr wichtig, da hängen gebliebene Chemikalien sonst hindurch diffundieren könnten.

Die anvisierte Anwendung liegt primär in der Schutzkleidung für Laborpersonal sowie Soldaten – die Arbeit wurde vom US Air Force Office of Scientific Research finanziert. Doch könnte das Material darüber hinaus auch extrem fleckenabweisende Funktionskleidung oder auch wasserabweisende Lacke ermöglichen, die Schiffe reibungslos durch das Meer gleiten lassen.

Smart Textiles – die intelligente Kleidung von morgen

Neue Hightech-Textilien ermöglichen in naher Zukunft auch intelligente Bekleidung. Integrierte Sensorik, Körpermonitoring und Kommunikationstechnik ermöglichen dann Funktionen wie individuelle Regulierung der Temperatur und der Luftdurchlässigkeit, die Energiegewinnung oder auch den Download von modischen Farben und Muster auf die Funktionsfasern. Erste Schritte wurden auch bereits in dem Bereich integrierter künstlicher Muskeln getan – entsprechende Endoskelette werden bereits von der japanischen Polizei eingesetzt. Werden diese künstlichen Muskeln sinnvoll in Bekleidung integriert, kann dies nicht nur Alten, Kranken und Gehbehinderten helfen, sondern ermöglicht auch die Gestaltung besonders praxistauglicher Funktions- und Arbeitskleidung, die die Arbeitskraft deutlich unterstützen und steigern kann.

Funktionskleidung für Gefrierhäuser

Das Hohenstein Institute in Bönnigheim wiederum hat kürzlich eine innovative Textilausrüstung speziell für Gefrierhäuser und Tiefkühlhäuser entwickelt, die bis -49°C aushält. Der Clou: Die Schutzausrüstung ist auch für den militärischen Bereich interessant. Nicht nur dass durch das erstmalige Blocken auch der langwelligen Infrarotstrahlung die Person für Wärmebildkameras gänzlich unsichtbar wird, durch gezieltes Umlenken der absorbierten Wärmestrahlung innerhalb der Funktionsfasern könnte zudem wahlweise auch die wahre Körperform gezielt verschleiert und beliebig maskiert werden.

Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit

Unabhängig der vielen Innovationen, die derzeit durch die Nanowissenschaft befeuert in den Laboren entwickelt werden, ist der aktuelle Stand der Funktionstextilien für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit bereits sehr beachtlich. Die große Auswahl an persönlicher Schutzausrüstung ermöglicht dabei, berufsspezifische Sicherheitslücken wirkungsvoll zu schließen, passend zum jeweiligen Risikoprofil des Arbeitsplatzes. In der Branche ist es auch kundenfreundlich üblich, einen Mietservice für Arbeits- und Schutzkleidung anzubieten, damit die Normeinhaltung beispielsweise auch für berufsspezifische Warnschutzkleidung jederzeit sichergestellt ist.

(mb)

Marc Brümmer

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