Energie & Umwelt

Areva mit großen Problemen beim Bau der neuen EPR-Atomkraftwerke

Die Europäischen Druckwasserreaktoren (EPR), die gerade In Finnland und Frankreich gebaut werden, gehören der sogenannten „dritten Generation“ an. Diese sollten vor allem auf Sicherheit ausgelegt sein. Jedoch scheint es so, als ob galoppierende Kosten und unvollendete Technik das einzig Sichere bei dieser Generation ist. Greenpeace hat die Bauvorhaben unter die Lupe genommen und eine Vielzahl von Mängeln festgestellt. Dokumente der finnischen Atom-Aufsichtsbehörde belegen, dass sich die Bauzeit des finnischen AKWs wegen ungeklärten Design-Fragen verlängern wird. Die Computersteuerung des Reaktors, nicht vorhandene Risikoanalysen und ungenügende Bauqualität bilden nur ein Teil der Design Probleme. Jetzt sollen sich die ursprünglichen Baukosten von drei auf sechs Milliarden Euro verdoppelt haben. „Diese so genannte ‚dritte Generation‘ von Kernreaktoren erweist sich als kompletter Fehlschlag. Mit endlosen Verzögerungen um mehrere Jahre und Milliarden von Zusatzkosten werden die Staaten, die in ihrer Energiepolitik weiterhin auf diese Technologie setzen, Schiffbruch erleiden. Der EPR-Reaktor verkommt zu einem Fass ohne Boden“, so Niklas Schinerl von Greenpeace. Auch in Frankreich sind bei dem Bau des gleichen Reaktortyps ähnliche Probleme aufgetreten. Auch dort hat die französische Atom-Aufsichtsbehörde Sicherheitsmängel gefunden und die Bauzeit wird um einiges länger sein als zunächst erwartet. Die französische Atomfirma Areva, das größte Atomunternehmen seiner Art weltweit, ist der Bauherr bei beiden Projekten.

 

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