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Arzt oder Bauer: die Cloud ermöglicht neue Geschäftsmodelle

Bereits in den Vorjahren zählte Cloud Computing zu den wichtigsten Themen der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Nun hat sie sich auch in anderen Branchen zu einer der wichtistgen Technologien gemausert und darüber hinaus in diesen die Entwicklung komplett neuer Geschäftsmodelle ermöglicht und vorangetrieben.

40 Prozent setzen auf die Cloud

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Die Cloud ermöglicht auch anderen Branchen komplett neue Geschäftsmodelle (Bild: Rainer Sturm / pixelio.de)

Wie aus dem Cloud-Monitor 2014, einer Untersuchung von KPMG und Bitkom Research, hervorgeht, setzen bereits 40 Prozent der deutschen Unternehmen bezüglich ihrer IT auf Lösungen aus der Cloud. „Immer mehr Unternehmen entwickeln auf Basis von Cloud Computing neue Produkte und Dienste“, fasst BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf die Ergebnisse der Studie zusammen. Dies gilt auch für Branchen, für die man das allgemein hin nicht annehmen würde. Konkrete Beispiele dafür finden sich im neuen BITKOM-Leitfaden „Wie Cloud Computing neue Geschäftsmodelle ermöglicht“. Mehr als 30 Anwendungsfälle zeigen den innovationsfördernden Einsatz der Technologie.

Flexibilität als Triebfeder Nr. 1

Dabei schätzen viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) an der Cloud die Flexibilität in puncto Nutzung von IT-Leistungen wie Speicherplatz, Rechenkapazität oder Software, die über das Internet oder innerhalb des Intranets einer Organisation bereitgestellt werden.

Cloud Computing unterstützt neue Geschäftsmodelle

Und zwar vor allem dort, wo große Datenmengen verarbeitet werden. In der Gesundheitsbranche etwa nutzen Ärzte Cloud-Angebote, um rechenintensive dreidimensionale Bilder aus Kernspintomographen zu verarbeiten. Dabei wählen sie auf einem virtuellen Marktplatz diejenigen Cloud-Ressourcen und -Leistungen aus, die für die Analyse der Kernspin-Bilder am besten geeignet sind.


Auch in der Landwirtschaft kommen Cloud-Lösungen zum Einsatz. Die Landwirte rüsten ihre Erntefahrzeuge mit einem Tablet Computer und einer entsprechenden App aus, die per GPS ihre Position feststellt sowie über Mobilfunk mit einer elektronischen Plattform in der Cloud kommuniziert. Über die App kontrolliert der Landwirt den Ernteprozess wie auf einem Navigationssystem. Zusätzlich dokumentiert sie spezifische Daten, wie etwa die angefallene Erntemenge oder den Dieselverbrauch. Damit entfallen die bisher üblichen handschriftlichen Belege auf Papier. Die Cloud sammelt und verarbeitet dabei alle Daten. So werden Prozesse besser geplant und Ressourcen effizienter eingesetzt.

(cs mit Informationsmaterial von BITKOM)

Christoph Schroeder

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