Bauen & Wohnen

Arztpraxis einrichten: Darauf müssen Sie achten

Heller und lichtdurchfluteter Warteraum einer Arxtpraxis

Räume üben nachweislich einen signifikanten Einfluss in Bezug auf unser Wohlbefinden aus. Deshalb ist vor allem bei der Einrichtung einer Arztpraxis auf vieles zu achten! Im folgenden Beitrag geben wir kompakten Überblick zu den wichtigsten Faktoren.

Mit der Einrichtung das Wohlbefinden der Patienten steigern

„Einzelhandelskonzerne und Großunternehmen haben die Psychologie der Räume schon längst für sich entdeckt.“ So ist es in einem Fachbeitrag von Immonet.de nachzulesen.*  Tatsächlich ist der Einfluss auf die Psyche, die Räume beziehungsweise die darin enthaltene Einrichtung auf ihre Betrachter besitzen, nicht zu unterschätzen.

Das zeigt sich bereits in den eigenen vier Wänden. „Die Gestaltung einer angenehmen Wohnatmosphäre ist in erster Linie keine Frage von schönem oder exklusivem Wohnen im Sinne von Möbel- oder Baukunst“, so Annette Harth und Gitta Scheller. Im Rahmen einer aufwendigen Studie des Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur an der Leibniz Universität Hannover befragten die beiden Wissenschaftlerinnen gut 1.500 Erwachsene in Deutschland zum Thema Wohnerleben und Wohnverhalten.**

Dabei stellte sich heraus: „[Menschen] schätzen beim Wohnen das Angenehme und wollen ein Wohn-Wohlbehagen, das aus Funktionalität, Ansehnlichkeit und Gemütlichkeit resultiert.“ Wichtigstes Element hierzu ist die Einrichtung. Ein Umstand, den auch niedergelassene Mediziner beachten sollten. Durch die Gestaltung der Arztpraxis lässt sich das Wohlbefinden der Patienten steigern.

Arztpraxis richtig einrichten: Fünf Tipps

Und das ist auch nötig, denn – sind wir doch einmal ehrlich – niemand von uns geht gerne zum Arzt! Jedoch kann eine Arztpraxis mit Wohlfühlambiente Hindernisse abbauen. Vorausgesetzt man achtet auf einige wesentliche Faktoren. Wir haben hierzu die aus unserer Sicht fünf wichtigsten in Form folgender Tipps und Tricks zusammengetragen.

Tipp Nr. 1: Räume offen gestalten

Ein offenes Raumkonzept wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden Ihrer Patienten aus. Allerdings muss dabei natürlich seine Privatsphäre gewährleistet bleiben Zwischentüren aus Milchglas oder farbigem Glas sind hier ein idealer Kompromiss. Sie sind lichtdurchlässig und nehmen somit dem Patienten das Gefühl der Beklemmung. Gleichzeitig wird vermieden, dass ein Unbeteiligter, im wahrsten Sinne des Wortes, „Einblicke“ gewinnt.

Tipp Nr. 2: Für ein angenehmes Raumklima sorgen

Um in einer Arztpraxis ein Ambiente der Ruhe und Entspannung zu sorgen, bedarf es gar nicht allzu viel. Anregungen bietet die Natur. Pflanzen sorgen für ein angenehmes Raumklima. Sie regulieren die Luftfeuchtigkeit und filtern die Zimmerluft. Achten Sie bei der Wahl jedoch darauf, dass diese nicht zu intensiv duften. Der Geruch könnte von Patienten als unangenehm empfunden werden. Darüber hinaus sollten Sie die gewählten Pflanzen allergikergeeignet sein. Ideal sind Gummi- oder Drachenbäume. Sie filtern den Staub aus der Luft und sind daher besonders für Menschen mit Atemwegsproblemen geeignet.

Tipp Nr. 3: Auf Ergonomie achten

Ergonomie sorgt nicht lediglich für mehr Produktivität am Arbeitsplatz, sondern darüber hinaus wirkt sie Muskel-Skelett-Erkrankungen präventiv entgegen. Mit anderen Worten, ergonomische Büromöbel sollten gerade in einer Arztpraxis selbstverständlich sein! Neben den medizinischen Arbeitsgeräten sollten also auch das Mobiliar, an denen Ärzte und ihre Mitarbeiter administrativen Tätigkeiten nachgehen, höhenverstellbar sein. Zudem müssen die Arbeitsgeräte derart angeordnet werden, dass diese in Bezug auf ergonomische Aspekte die Mitarbeiter möglichst entlastet.

Tipp Nr. 4: Bringen Sie Licht und Farbe in Ihre Praxis

Arztpraxen müssen allen voran hell sein. Einerseits aus einem ganz praktischen Grund. So ist bei der Untersuchung des Patienten gewährleistet, dass dem Mediziner möglichst nichts entgeht. Andererseits wirkt sich Licht erhellend auf die Stimmung der Patienten aus. Das Gleiche gilt für freundliche und helle Farben. Zudem strahlen sie Ruhe und Harmonie aus. Schon bei der Suche nach einer Immobilie, die sich als Arztpraxis eignen könnte, sollte auf viele und große Fenster geachtet werden. Die sorgen für natürliches Tageslicht.

Tipp Nr. 5: Für genügend Stauraum sorgen

Patientenakten und schwere medizinische Arbeitsgeräte brauchen vor allem Platz. Wenn hier nicht für genügend Stauraum gesorgt wird, fühlen Patienten sich schnell eingeengt. Richten Sie bereits im Empfangsbereich kleinere Regalsysteme ein, um wichtige Materialien und Formulare in Griffweite zu haben. Eine weitere Lösung sind Hängeschränke. Sie bieten viel Stauraum, ohne dabei andere Nutzungsflächen, zum Beispiel an Tischen, zu beeinträchtigen.

* Siehe: „Raumpsychologie: Wie die Einrichtung das persönliche Wohlbefinden steigern kann“, zuletzt abgerufen am 21.10.2016

** Vgl.: „Gemütlich muss es sein“, gefunden auf www.psychologie-heute.de, zuletzt abgerufen am 21.10.2016

Christoph Schroeder

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