Energie & Umwelt

Atomausstieg bis 2015 und Kohleaus bis 2030 ergibt Gewinn von 35 Mrd.

35 Milliarden Euro Gewinn durch einen schnellen Atomausstieg und verstärkten Klimaschutz. Grund seien vor allem die vielen neuen Arbeitsplätze, die dezentrale Energieversorgung, bei der sich die Bürger gegenseitig Strom verkaufen und davon profitieren (besonders einkommensschwache Regionen) und das Zurückfahren der jährlichen Milliardenabflüsse an die Ölstaaten des Nahen und Mittleren Ostens. Greenpeace hat nun konkrete Zahlen durchgerechnet und veranschlagt für einen zügigen Atomausstieg bis 2015 und die Abschaltung aller großen Kohlekraftwerke bis 2030 Investitionen in Höhe von insgesamt 110 Milliarden Euro. Dem stehen allerdings 145 Milliarden Euro an Einsparungen gegenüber, etwa bei den Ausgaben für Brennstoffe – demnach ein Nettogewinn von 35 Milliarden Euro. Auch ein früherer Atomausstieg bis 2013 sei zu überschaubaren Kosten möglich. Im Vergleich zum Restrisiko der deutschen Atomkraftwerke seien die nötigen Investitionen für den Ausstieg bis 2013 „marginal“. Die Leitstudie 2010 des Bundesumweltministeriums hatte bereits angeführt, dass die deutsche Volkswirtschaft bis zur Jahrhundertmitte insgesamt 670 Milliarden Euro gegenüber der Weiterführung einer fossilen Energieversorgung einsparen kann (im Schnitt ergibt das ab heute gerechnet rund 17 Milliarden Euro pro Jahr).
 

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