Energie & Umwelt

Atomausstieg in Belgien wird vorangetrieben

Während Frankreich und Polen weiter auf Strom aus Atomkraft schwören, geht man in Belgien andere Wege. Dort wurden nun Pläne zu einem landesweiten Atomausstieg beschlossen. Bis 2015 sollen die drei ältesten von den zwischen 1974 und 1985 installierten Druckwasserreaktoren abgeschaltet werden. Die verbleibenden Reaktoren sollen dann frühestens 2025 ebenfalls vom Netz gehen. Eine genaue Deadline wurde nicht vereinbart, jedoch solle sich der Ausstieg an dem Ausbau und der Entwicklung der Erneuerbaren Energie Branche orientieren, um Stromengpässe zu vermeiden. Des Weiteren müssen die AKW-Betreiber nun höhere Abgaben leisten, mit denen der Ausbau nachhaltiger Energiemethoden unterstützt werden sollen. Um einen möglichen, aus diesen Maßnahmen resultierenden Anstieg des Strompreises zu vermeiden, hat die Regierung schärfere Kontrollen des Strompreises und des Strommarkts angekündigt.

Atomstrom macht in Belgien ca. 55% der Stromerzeugung aus. Drei der insgesamt sieben Reaktoren sind bereits über 30 Jahre alt und stellen nach der Seite global2000.at ein Sicherheitsrisiko dar. 2009 wurde die Stilllegung dieser Blöcke um zehn Jahre verschoben. Der Betreiber der AKW Electrabel SA, ein Tochterunternehmen der französischen Energiekonzerns GDF Suez SA, zeigte sich gegenüber der Entscheidung erstaunt, ordnet sich aber der Entscheidung der Regierung unter.

 

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