Energie & Umwelt

Atomkatastrophe kostet Betreiber Tepco bis zu 95 Mrd. Euro

Die Bank of America Merrill Lynch hat für den Betreiber Tepco (Tokyo Electric Power) die Kosten für die Atomkatastrophe im japanischen AKW Fukushima berechnet. Demnach belaufen sich die Kosten nach gegenwärtigen Schätzungen auf bis zu 95 Mrd. Euro. Allerdings kann der Betreibergesellschaft die Kosten erlassen werden, sollte eine „schwere Naturkatastrophe von außergewöhnlichem Charakter“ die Ursache für die nukleare Verseuchung sein. Diese Entscheidung hängt von der japanischen Regierung und daher nicht zuletzt von den steuerzahlenden japanischen Wählern ab. Der Versorger Tepco dürfte jedoch nicht Pleite gehen, da er quasi ein Monopol für die Stromversorgung der 37-Mio.-Metropole Tokio besitzt und laut Analysten für die Aufrechterhaltung einer stabilen Stromversorgung benötigt werde. Das hieße, der Staat würde für den Großteil der Kosten einstehen. Vor diesem Hintergrund rätselt die Börse in Tokio über einen mysteriösen Kaufauftrag für Millionen Aktien des Atomkonzerns. Bereits am Donnerstag stand ein eine Kauforder für 40 Millionen Tepco-Aktien im Hintergrund, die den Aktienkurs zeitweise um bis zu 8,6 Prozent stiegen ließen. Das entspricht etwa 2,5 Prozent von dem Versorger ausgegebenen Aktien.
 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.