Wirtschaft

Auch Saturn startet nun verspätet sein Internet-Geschäft

Die Metro-Gruppe richtet ihre Elektronik-Kette Saturn mit einem neu gestalteten Web-Shop auf das Geschäft im Internet aus. Dabei verfolgt Saturn die Strategie der Elektronikschwester Media-Markt. Die 144 deutschen Märkte und der neue Onlineshop sollen zu einem einzigen Geschäft zusammenwachsen. Online bestellte Waren können dann zudem in jedem der 144 Läden umgetauscht werden. Dort werden auch die Reklamationen bearbeitet. Mittels eines Online-Preisvergleichsrechners soll in allen Filialen der gleiche Marktpreis, ein „Einheitspreis“ garantiert werden, der sich an den relevanten Wettbewerbern orientieren soll. Bisher konnte jeder Marktleiter die Preise selbst bestimmen. Rabatte konnte man bislang vor Ort aushandeln, etwa wenn man ein Produkt bei einem Online-Konkurrenten günstiger gesehen hatte. Die Homepage von Saturn war bislang lediglich ein Katalog, aus dem man allerdings nichts bestellen konnte. Mit Blick auf den lange hinausgezögerten Start des Onlinehandels sagte Pieter August Haas, Vorstand der Media-Saturn-Holding: „Der Tag, von dem viele dachten, dass er nie kommen würde, ist nun da.“

Media-Saturn hatte im zweiten Quartal überraschend einen operativen Fehlbetrag (Ebit) vor Sonderfaktoren von 44 Millionen Euro ausgewiesen. Die neue Internetstrategie soll hier gegensteuern. Man werde jedoch nicht auf „Kampfpreise“ setzen und will auch nicht in jedem Preisvergleich erster sein. Daher lohnt es sich auch nach wie vor, Onlinepreisrechner heranzuziehen.

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