Wirtschaft

Audi zieht erstmals an Mercedes vorbei und hat nun BMW im Visier

Bei den deutschen Premium-Autobauern gab es einen Rangwechsel: Erstmals ist Audi gemessen am Absatz an seinem Stuttgarter Konkurrenten Mercedes vorbeigezogen. In den ersten elf Monaten des Jahres hat Audi 1,19 Millionen Fahrzeuge verkauft, Mercedes kam auf 1,14 Millionen Einheiten. BMW, das mit bislang 1,51 Millionen Autos die Premium-Rangliste anführt, will sich aber laut Konzernchef Reithofer nicht an einem Wettkampf beteiligen. Die Münchner wollen sich lieber an den eigenen Vorgaben orientieren, statt an den Wettbewerbern. Audi-Chef Stadler hat hingegen die Konkurrenz fest im Visier: „Das ist wie beim Autorennen. Während man sich an den Ersten heranpirscht, darf man auch den Verfolger nicht aus den Augen lassen.“ Mercedes will seinerseits bis 2020 die Nummer eins der Premium-Hersteller werden und setzt dabei auf eine Modelloffensive: In den nächsten vier Jahren kommen zehn neue Modelle auf den Markt. Als Ersatz für die auslaufende Luxusmarke Maybach wird es zudem künftig sechs statt bislang drei S-Klasse Modelle geben (eine nochmals gestreckte Version, eine Pullman-Staatslimousine im Stil des alten Mercedes 600 und ein Cabrio).

Laut einer Studie des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach ist Mercedes vor allem bei den über 50-jährigen beliebt und belegt hier den ersten Platz. Bei den 36- bis 50-Jährigen hingegen rangiert BMW deutlich vor Mercedes und Audi. Bei den 26- bis 35-jährigen ist hingegen Audi der Platzhirsch, gefolgt von BMW und dann Mercedes. Die 18 bis 25-jährigen wiederum favorisieren ganz klar Audi mit erheblichem Abstand vor BMW und dann VW, Mercedes belegt hier Platz vier vor Opel.

Audi kann dabei auf beeindruckendes Wachstum zurückblicken. Auf die letzte Dekade hochgerechnet wuchsen die Ingolstädter jährlich um 6,4 Prozent, BMW um 4,7 Prozent und Mercedes um 1,5 Prozent.

 

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