Wirtschaft

Auftragseingang der Industrie legt im Jahresvergleich zu, im Monatsvergleich rückläufig

Die Auftragseingänge in der Industrie sind im September preis-, kalender- und saisonbereinigt um 4,3% zurückgegangen, nach dem sie im Vormonat bereits um 1,4% gesunken waren. Dabei könnten jedoch laut dem Bundeswirtschaftsministeriums BMWi allerdings auch Ferien- und Feiertagseffekte dämpfend gewirkt haben. Während die Hersteller von Vorleistungs- und von Investitionsgütern Einbußen von -5,3% bzw. -4,6% verzeichnen mussten, verbuchten die Konsumgüterproduzenten ein Plus von +2,3%. Die Auftragseingänge aus der Eurozone gingen dabei mit -12,1% deutlich stärker zurück, als die Bestellungen aus dem Inland mit -3,0%.

Auf das gesamte dritte Quartal hochgerechnet gingen die Auftragseingänge der Industrie im Vergleich zum Vorquartal somit um -3,6% zurück. Allerdings war das erste Halbjahr 2011 auch von einem außerordentlichen Boom geprägt. In dem größeren Raster des Zweimonatsvergleichs August/September verglichen mit dem damals schon starken Vorjahreszeitraum legten die Bestellungen indes weiter zu und übertrafen den Vorjahresstand kalenderbereinigt um 3,2% – die Inlandsbestellungen um 4,9% und die Auslandsbestellungen um 1,8%.

Die zuletzt steigende Zurückhaltung trifft vor allem auf Großaufträge zu: Ohne den Wirtschaftszweig „besonderer Fahrzeugbau“ (d.h. Schienenfahrzeuge, Flugzeuge, Schiffe), in dem traditionell viele Großaufträge verbucht werden, lagen die Auftragseingänge im dritten Quartal lediglich um 0,8% statt um 4,3% unter denen im Vorquartal.

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