Wirtschaft

Auftragseingang der Industrie unerwartet kräftig gestiegen

Nach drei Rückgängen in Folge ist der Auftragseingang in der Industrie im Oktober wieder unerwartet stark angestiegen. Die Bestellungen lagen um 5,2% über dem Vormonatswert. Einen größeren Anstieg hatte es mit 5,6% zuletzt vor anderthalb Jahren im März 2010 gegeben. Analysten hatten lediglich einen Zuwachs von 0,8% erwartet.

Das Bundeswirtschaftsministerium dämpft jedoch übertriebene Euphorie: „In der Tendenz bleibt die Nachfrage zurückhaltend. Die Industrieproduktion dürfte daher ihre derzeit ruhigere Entwicklung vorerst beibehalten.“ Dennoch ist das starke Plus beim Auftragseingang ein positives Signal in Mitten der Euro- und Schuldenkrise. Auch sei die Lage in der Industrie offenbar besser als gedacht, Deutschland könnte damit zusammen mit den guten Konsumdaten und dem nach wie vor robusten Arbeitsmarkt einer kurzen Rezession entkommen. Bemerkenswert ist auch, dass auch die Bestellungen aus dem Euro-Raum mit plus 8,9% wieder stark zulegten. Postbank-Chefvolkswirt Marco Bargel urteilt. „Für mich ist das ein Anzeichen dafür, dass die Stimmung in einigen Kern-Ländern der Währungsunion anscheinend schlechter ist als die Lage.“

Die Exportaufträge legten insgesamt um 8,3% zu, die Bestellungen aus der Euro-Zone um 8,9%, die aus dem Heimatmarkt Deutschland um 1,4%. Das größte Auftragsplus entfällt auf Maschinen, Fahrzeugen und anderen Investitionsgütern mit 7,8%, Vorleistungen wie Chemikalien legten um 2,% zu, Konsumgüter-Produzenten erhielten 1,3% mehr Bestellungen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.