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Augmented Reality, Google Glass und digitale Museumsführer: Videos zeigen Anwendungsbeispiele

Augmented Reality
[Bild: Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz / DFKI]

Augmented Reality (AR) steht für erweiterte Realität (siehe Videos unten). Das bedeutet, dass nützliche Zusatzinformationen, beispielsweise über ein Objekt (mittels 3D-Code), eine Person oder einen Ort für den Betrachter eingeblendet werden. Großes Anwendungspotential ergibt sich so als Navigationshilfe, als Reiseführer für historische Stätten oder in Mussen sowie als Gebrauchsanleitungen für Wartungs- und Reparaturarbeiten an komplexen Geräten oder als Anleitungen zum Spielen eines Instruments. Die Augmented Reality wird dabei entweder über spezielle Brillen mit integrierten, transparenten Displays, künftigen bereits in der Entwicklung befindlichen Hightech-Kontaktlinsen oder über das Display mobiler Endgeräte wie Smartphone oder Tablet direkt in das natürliche Gesichtsfeld des Betrachters eingeblendet.

Die Brille, die weiß, was man sieht: Einsatz als digitaler Museums-Guide

Am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern wurde eine Technologien für aufmerksamkeitsgesteuerte AR-Anwendungen entwickelt. Man betrachtet einen Gegenstand, ein Gebäude oder eine Person – und über einen mobile Eyetracker bekommt man entsprechend des Interesses zusätzliche Informationen über seine Datenbrillen eingeblendet und/oder über einen Kopfhörer abgespielt. Die multimedialen Informationen kommen aus dem Internet und verschmelzen mit der real sichtbaren Welt zu der „Erweiterten Realität“.

Die „Augmented Reality“ aus Kaiserslautern soll für unterschiedliche Einsatzgebiete verfügbar gemacht werden. Begonnen wird in dem interessanten Bereich der Museen:

Die Wissenschaftler um Prof. Dr. Andreas Dengel haben bereits einen Prototypen entwickelt, welcher in Kooperation mit dem Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) als digitaler Museumsführer erprobt wurde. Der sogenannte „Museum Guide 2.0“ bestimmt zunächst die Blickrichtung des Benutzers und lokalisiert, welches Exponat er gerade betrachtet. Sobald das System das Interesse des Besuchers erkennt, liefert es ihm über Kopfhörer Informationen zum entsprechenden Objekt.

Ein weiteres Anwendungsszenario wurde erstmals auf der CeBIT 2013 der Öffentlichkeit präsentiert: „Talking Places“. Das auf Geodaten aufbauende Assistenzsystem liefert selektiv ortsbezogene Informationen zu Gebäuden und Sehenswürdigkeiten und zeigt so eindrucksvoll, wie Besucher in Zukunft eine Stadt interaktiv erleben und entdecken können. Dabei kann die Szenerie auch um historische Fotos von Sehenswürdigkeiten und Gebäuden oder um Rekostruktionen von atinken Stätten ergänzt werden.

An die Stelle des Abrufens von Informationen über ein konventionelles Eingabegerät, beispielsweise ein Smartphone, rückt die Auswertung von Augenbewegung und Szenenbild. Das System identifiziert Objekte visuell oder anhand ihrer Geokoordinaten und gibt dazu passende Informationen aus. Weitere Informationen: http://museum20.dfki.de

Auch Euronews hat einen kurzen Videobeitrag zu der faszinierenden Revolution im Museumsbereich verfasst. Im folgenden weitere faszinierende Anwendungsbeispiele von Augmented Reality in kurzen Youtube-Videos:

Google Glass 2.0: What If We Had Glass?

Project Glass: One day…

A Futuristic Short Film HD: by Sight Systems

Die israelischen Kunststudenten Eran May-raz und Daniel Lazo haben in ihrer Abschlussarbeit den rund sieben Minuten langen Kurzfilm „Sight“ über die zukünfzige Welt mit „Augmented Reality“ (AR) gedreht:

 metaio SDK – Free Developer solution to create your native Augmented Reality App

(mb)

Marc Brümmer

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