Bayern

Ausbau Erneuerbarer Energien: Bayern bei Energiewende auf Kurs

Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Martin Zeil zeigt sich erfreut über den Fortschritt Bayerns beim Ausbau der Erneuerbaren Energien, mahnt aber auch, die dringenden Baustellen der Energiewende anzugehen. Der nun erstmals vorgelegte Fortschrittsbericht der Bayerischen Energieagentur ENERGIE INNOVATIV dokumentiert das gesamte Spektrum des Sachstands beim ambitionierten Umstieg in ein neues Energiezeitalter. „Unsere bayerische Energiepolitik erweist sich als guter Weg zur Bewältigung der enormen Herausforderungen im Energiesektor. Der Anteil Erneuerbarer Energien am Bayerischen Stromverbrauch ist seit 2009 von gut 23 Prozent auf mehr als 29 Prozent Ende 2011 angestiegen und wächst weiterhin äußerst dynamisch: Für Ende 2012 ist bereits ein Anteil von rund 33 Prozent zu erwarten. Unser Ziel für 2021 liegt bei mindestens 50 Prozent“, betont Zeil.

Bild: Wildpoldsried im Allgäu / Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF)

Der Start sei gelungen, so der Minister weiter, besorgniserregend bleibe aber der Anstieg der Strompreise sowie drohende Versorgungs-Engpässe: „Da ist der Bund dringend gefordert, bevor die Energiepreise durch die Decke schießen. Um die vorgegebenen Ziele der nächsten Jahre zu erreichen und weiter auf Kurs zu bleiben, dürfen wir uns deshalb nicht zurücklehnen, sondern müssen weiterhin mit Hochdruck daran arbeiten, unsere Vorschläge zur Kostensenkung und zu Anreizen für neue gesicherte Kraftwerkskapazitäten bei Bund und EU durchzubringen“, unterstreicht Zeil. Die größte Herausforderung beim Umbau der Energieversorgung bestehe darin, beim dynamischen, aber preistreibenden Zubau der Erneuerbaren Energien das Fördersystem massiv zu überarbeiten. „Bei der Versorgungssicherheit dürfen wir keinerlei Abstriche hinnehmen. Dafür brauchen wir Kapazitätsmechanismen, damit Investoren neue Kraftwerke und Speicher bauen. Derzeit lassen diese sich nämlich nicht wirtschaftlich betreiben“, erklärt Zeil.

Vor eineinhalb Jahren erfolgte der Beschluss zum Ausstieg aus der Kernenergie. Von der Bayerischen Staatsregierung wurden mit der Verabschiedung des Energiekonzepts vom Mai 2011 zeitgleich ambitionierte Ziele für den Umbau der Energieversorgung Bayerns gesteckt. Im nun vorgelegten Fortschrittsbericht wurden folgende Aspekte untersucht: die bayerische Situation bei der Versorgungssicherheit, die Gefahren weiter steigender Strompreise, die Lastenteilung bayerischer Haushalte, des Gewerbes und der Industrie bei den EEG-Vergütungszahlungen, der Ausbaustand Erneuerbarer Energien sowie der Zubau von Kraftwerken, Netzen und Speichern. Außerdem sind die Projektvielfalt bei Energieforschung und -entwicklung, die Aktivitäten in den sieben Regierungsbezirken und die umfassende staatliche Unterstützung für Kommunen dargestellt.

Die Bayerische Energieagentur ENERGIE INNOVATIV, die im Bayerischen Wirtschaftsministerium angesiedelt ist, hat im September 2011 ihre Arbeit aufgenommen. Sie begleitet den Umbau der Energieversorgung in Bayern und treibt ihn aktiv voran. Sie ist hierfür die zentrale Koordinierungs- und Monitoring-Einheit. Um die Entwicklung des Energiebereichs in Bayern aufzuzeigen, wurde ENERGIE INNOVATIV damit beauftragt, regelmäßig einen Bericht zu erstellen, der den Fortschritt beim Umbau der Energieversorgung für jedermann nachvollziehbar und objektiv darstellt. Der vorliegende erste Fortschrittsbericht wurde unter Beteiligung sämtlicher betroffener Bayerischer Ministerien und deren nachgeordneten Behörden und unter Mitwirkung der Bezirksregierungen, bayerischer Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur erstellt. Der Bericht macht deutlich, wo der Freistaat heute im Vergleich zu den letzten Jahren steht, welche Gefahren drohen und welche Aufgaben noch bevorstehen.

Der Fortschrittsbericht 2012 zum Umbau der Energieversorgung Bayerns und eine Kurzfassung davon mit den wichtigsten Eckpunkten können ab sofort unter auf der Website der Bayerischen Energieagentur als pdf-Datei heruntergeladen werden.

(Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie 2012)

Marc Brümmer

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