Wirtschaft

Ausfall bei Chipgroßhersteller Japan verteuert Elektronik

Die dreifache Katastrophe in Japan (Erdbeben, Tsunami, Atomunfall) hat auch Auswirkungen auf die Versorgung der weltweiten Elektronikindustrie. Laut den Marktforschern von iSuppli und TrendForce hat Japan insgesamt einen Anteil an der Konsumelektronik von rund 17%. Japan liefert 60% aller Siliziumscheiben, die zur Produktion von Halbleitern verwendet werden, 20% der Speicherchips und 40% der Nand-Flash-Speicherchips, die in Smartphones und Tabletcomputern zum Einsatz kommen. Die Lagerbestände reichen noch zwei Wochen aus. Mögliche Engpässe könnten somit Ende März, Anfang April auftreten. Branchenführer Samsung (Südkorea) versucht allen voran, den Produktionsrückgang in Japan auszugleichen. Die Preise für Speicherchips stiegen derweil bereits um 20% an. Am stärksten betroffen seien davon vor allem die Smartphone-Hersteller HTC, Apple, Nokia und RIM. Eine Störung der Produktion und Auslieferung würde sich nach der Ansicht von Analysten noch bis zum dritten Quartal 2011 auswirken.

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