Energie & Umwelt

Ausgebremst: UN bewahrt Naturgebiet vor Uranabbau

Das Landstück Koongarra in Australien grenzt unmittelbar an das Naturschutzgebiet und Weltkulturerbe Kakadu. Die Fauna und Flora ist in beiden Gebieten identisch und trotzdem gehört das Landstück nicht zu dem Kakadu Park. Koongarra wurde aus einem einfachen Grund nicht in das Weltkulturerbe intrigiert: Uran. Unter der Erde lagern Uranvorkommen in Milliardenhöhe. Jetzt hat die UN beschlossen, dass das Landstück an das Weltkulturerbe angegliedert wird. Ein herber Rückschlag für den französischen Atomkonzern AREVA, der die Rechte an dem Uranvorkommen besitzt. Des weiteren leben australische Ureinwohner auf dem Landstück und der Klanälteste Jeffrey Lee, dem es nach australischen Gesetzt gehört, will es vor dem zerstörenden Auswirkungen des Uranabbaus bewahren.

Die Uranmine Ranger, die zweitbedeutenste Uranlagerstätte weltweit, wird von der ERA (Energy Ressources of Australia) betrieben. Sie befindet sich mitten im Kakadu Nationalpark. Die Folgen für die Natur sind fatal. Nicht nur die Landschaft ist durch die Mine komplett entstellt sondern es entstehen auch viele giftige und radioaktive Abfälle. In der Mine gab es außerdem seit ihrem 30-jährigen Bestehen eine Vielzahl von Regelbrüchen und Verunreinigungen mit uranhaltigen Wasser. Der Betrieb musste sogar vor kurzem für ein halbes Jahr komplett eingestellt werden aus Gefahr vor der Freisetzung hochtoxischer Stoffe. Unter australischen Boden liegen die meisten Uranreserven der Welt. Die ERA gehört zu Rio Tinto, die mit Cameco und Areva zusammen 51% der globalen Uranproduktion ausmachen.

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