Wirtschaft

Automobilindustrie: US-Consumer Report und Daimlers Quartalszahlen

Deutsche Autos schneiden beim US-Pannentest schlecht ab:
Bei dem us-amerikanischen Äquivalent zum ADAC-Pannentest, dem jährlichen "Consumer Report" haben die deutschen Automobilmarken Mercedes, BMW und Audi schlecht abgeschnitten. An der Umfrage hatten sich 1,3 Mio. Autofahrer beteiligt, ihr wird großen Einfluss auf das Kaufverhalten der Amerikaner nachgesagt. Als zuverlässigste Familienlimousine wurde der Ford Fusion gekürt, vor dem Honda Accord und dem Toyota Camry. Gemessen an der Gesamtflotte belegten Toyota und Honda die Spitzenplätze. Als größtes Problem der deutschen Premiumhersteller wurde die Elektronik bezeichnet. Mercedes meldete Zweifel an der grundsätzlichen Methodik der Umfrage an, die Erhebung sei sehr intransparent. "In allen anderen Studien liegen wir bei der Qualität unter den ersten zehn." Volkswagen und Porsche schnitten überdurchschnittlich ab: Golf und Jetta landeten über dem Durchschnitt und der Porsche Boxster schaffte es sogar an die Spitze seiner Klasse.

 

Operativer Gewinnsprung bei Daimler auf über 7 Mrd. Euro:
Nach den glänzenden Quartalszahlen von BMW, Audi und VW hat nun auch Daimler seine Ergebnisse offen- und sogar noch einen draufgelegt. Der Autobauer Daimler hat seine Erwartungen für 2010 zum dritten Mal in diesem Jahr nach oben korrigiert. Das Stuttgarter Unternehmen rechnet nun mit einem Jahresergebnis vor Steuern und Zinsen von mehr als 7 Mrd. Euro. Ergebnistreiber sind die Marken Mercedes und die LKW-Sparte. Anfang des Jahres hatte der Konzern noch mit einem Jahresergebnis von 2,3 Mrd. Euro gerechnet. Die während der Krise von der Kurzarbeit betroffene Belegschaft und die 2009 leer ausgegangenen Aktionären machen sich nun Hoffnungen auf eine Beteiligung an den – gemessen an den Prognosen zu Jahresanfang – verdreifachten Gewinnen.

 

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