Wirtschaft

Autozulieferer TMD Friction – von der Insolvenz zum Weltchampion

Der deutsche Autozulieferer TMD Friction mit Sitz in Luxemburg und größter Produktionsstätte in Leverkusen war im Zuge der Finanzkrise vor zwei Jahren nur knapp der Insolvenz entkommen. Wichtigster Geldgeber war damals die russische Finanz- und Industriegruppe Alfa. Grund für die Insolvenz war der krisenbedingte Einbruch in der Autoindustrie und die Schwierigkeiten auf dem Kreditmarkt (der fränkische Autozulieferer Schaeffler hatte sich in der Krise nur mit einem Milliardenkredit der Commerzbank retten können, der in der Spitze mit 15% verzinst wurde – daraufhin wurde in der Branche von Wucherei gesprochen).

Nun hat der japanische Mischkonzern Nisshinbo für 440 Millionen Euro TMD Friction übernommen. Laut dem Handelsblatt steigt damit der Bremsbelägehersteller zum „Weltchampion“ auf.  Dem Verkauf müssen allerdings noch die Kartellbehörden zustimmen. TMD Friction dürfte dieses Jahr einen operativen Gewinn (Ebitda) von 90 Millionen Euro erzielen. 2010 lag das Ebitda bei einem Umsatz von 637 Millionen Euro bei 71 Millionen Euro.
 

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