Regionales

Baden-Württemberg: 5,6 Millionen Euro für Großprojekt des Abwasserzweckverbandes Ostrachtal

Das Land Baden-Württemberg hat den Ausbau der Kläranlage Ostrach mit 5,6 Mio. Euro gefördert. „Die Maßnahme entlastet über die Landkreisgrenze hinaus mehrere kleine, ökologisch sensible Gewässer und ein Wasserschutzgebiet und sorgt so für einen zukunftsfähigen Gewässerschutz in diesem Raum“, erklärte Umweltminister Franz Untersteller am Freitag in Stuttgart. Insgesamt unterstütze das Land die Kommunen bei Verbesserungen im Bereich der Abwasserbeseitigung dieses Jahr mit rund 41 Millionen Euro.

Regierungspräsident Hermann Strampfer betonte: „Das insgesamt 10,7 Millionen Euro teure Projekt ist die größte Abwasserfördermaßnahme des Jahres 2012 im Regierungsbezirk Tübingen. Sie wird zu einer wesentlichen Strukturverbesserung im ländlichen Raum führen“.

Sechs kleine Gemeinden des Landkreises Ravensburg (Königseggwald, Hosskirch, Riedhausen, Unterwaldhausen, Guggenhausen und Fleischwangen), deren Abwässer bislang auf fünf kleinen, sanierungsbedürftigen Kläranlagen gereinigt werden und die Gemeinde Ostrach im Landkreis Sigmaringen bauen gemeinsam die Kläranlage Ostrach aus. Nach Fertigstellung des Projektes, zu dem auch der Bau neuer Zuleitungen gehört, können die fünf Kläranlagen im Landkreis Ravensburg, die überwiegend für weniger als 1.000 Einwohner ausgelegt sind, stillgelegt werden. Die Maßnahme führt zu einem stabileren und energieeffizienteren Betrieb sowie einer besseren Reinigungsleistung der – nach dem Anschluss mehrerer Teilorte derzeit an der Belastungsgrenze arbeitenden – Kläranlage in Ostrach, die ursprünglich für 5.800 Einwohner ausgelegt war und nach dem Ausbau für über 16.000 Einwohner ausgelegt sein wird. „Der neue Abwasserzweckverband ist daher nicht nur für seine Mitglieder, sondern auch für die Umwelt ein Gewinn“, sagte Umweltminister Untersteller.

„Der Verbandsgründung gingen umfangreiche Gespräche auf kommunaler Ebene unter Einbeziehung der Landratsämter Sigmaringen und Ravensburg und des Regierungspräsidiums Tübingen voraus, die sachbezogen und in vertrauensvoller und konstruktiver Atmosphäre abliefen“, erklärte Regierungspräsident Hermann Strampfer. Der Abwasserzweckverband sei dabei dem Rat der Wasserbehörden gefolgt und habe die Aufgabe der Abwasserbeseitigung umfassend übernommen. Bau und Betrieb der Kläranlage, des Kanalnetzes, von Pumpwerken und von Regenüberlaufbecken seien somit in einer Hand und könnten aufgrund der Betriebsgröße professioneller und kostengünstiger organisiert werden. Damit sei die Voraussetzung geschaffen, dass auch Aspekte der Betriebssicherheit und des Arbeitsschutzes zukünftig besser berücksichtigt werden könnten. „Alle beteiligten Kommunen profitieren von dieser interkommunalen Gemeinschaftslösung über die Kreisgrenze hinweg.“

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