Regionales

Baden-Württemberg: Landesregierung schreibt Förderprogramm zur Reduzierung von Tierversuchen aus

„Ziel der Landesregierung ist, die Zahl und die Belastung von Versuchstieren bei Tierversuchen weiter zu verringern. Daher unterstützen wir ambitionierte Forscherinnen und Forscher, die alternative tierfreie Forschungsmethoden entwickeln. Die grün-rote Landesregierung hat daher für 2012 ein Förderprogramm aufgelegt, das die Entwicklung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden mit 400.000 Euro fördert. Damit bringen wir den Tierschutz in Baden-Württemberg weiter voran und setzen zugleich eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag um“, erklärten der für den Tierschutz zuständige Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, und die für Forschung zuständige Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Theresia Bauer, in Stuttgart. Förderanträge können bis zum 29. Juni 2012 eingereicht werden.

Die Vorschriften zur Durchführung von Eingriffen und Behandlungen an Tieren zu wissenschaftlichen Zwecken regelt der Bund auf Grundlage der Vorgaben der Europäischen Union. Bestimmte Tierversuche sind danach im Rahmen der strengen tierschutzrechtlichen Vorschriften grundsätzlich zulässig, sofern keine geeignete tierversuchsfreie Methode zur Verfügung steht. Daher setzt Baden-Württemberg auf die Entwicklung alternativer Forschungsmethoden. „Als wichtiger Standort der biomedizinischen Forschung haben wir nicht nur eine besondere Verantwortung für hervorragende Forschungsbedingungen, sondern auch für den Tierschutz bei Versuchstieren “, betonten Bonde und Bauer weiter. Mit dem neu aufgelegten Programm in Höhe von 400.000 Euro und dem jährlich ausgeschriebenen Forschungspreis für Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch mit einem Preisgeld von bis zu 25.000 Euro setze die Landesregierung wichtige Impulse zur Stärkung des Tierschutzes in Baden-Württemberg.

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