Regionales

Baden-Württemberg schließt sich „The Climate Group“ an

Bei einem Besuch in Brüssel (1. März 2012) hat Baden-Württembergs Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller in Anwesenheit des CEO der internationalen Non-Profit-Organisation „The Climate Group“, Mark Kenber, eine Erklärung über den Beitritt des Landes zur Climate Group unterzeichnet. Neben Bayern und Nordrhein Westfalen ist Baden-Württemberg das dritte deutsche Bundesland, das sich der Organisation und dem von ihr ins Leben gerufenen Länder- und Regionen Netzwerk „States and Regions Allianz“ anschließt.

Franz Untersteller: “Klimaschutz ist zwar zuerst eine Aufgabe vor Ort in den Regionen. Aber wir müssen unsere ‚nur‘ regionalen Erfolge global sichtbar machen, wenn wir eine Sogwirkung entfalten wollen. Das ist die Aufgabe und das Ziel der Climate Group.“

Baden-Württemberg habe sich zum Ziel gesetzt, zu der führenden Energie- und Klimaschutzregion zu werden, sagte Untersteller. Bis zum Jahr 2020 sollen deshalb schon rund 38 % des Stroms aus regenerativen Quellen erzeugt werden. Und für 2050 sei die Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 90 % gegenüber den Emissionen im Jahr 1990 angestrebt. Um die Bemühungen des Landes um Energieeffizienz, Energieeinsparung und den Ausbau der erneuerbaren Energien zu unterstützen, erhalte der Klimaschutz überdies noch in diesem Jahr Gesetzesrang und die Regierung arbeite an einem umfassenden Energie- und Klimaschutzkonzept.

Mark Kenber, CEO The Climate Group: “Mit der Ausarbeitung eines Klimaschutzgesetzes und integrierten Energie- und Klimakonzepts sowie einer starken Innovationskultur seines Unternehmenssektors hat sich Baden-Württemberg auf einen ambitionierten Weg gemacht hin zu einer blühenden CO2-armen Zukunft. Wir sind stolz, mit Baden-Württemberg nun eine dritte starke deutsche Region als Mitglied der Climate Group zu begrüßen und freuen uns darauf, gemeinsam diese „Clean Revolution“ weiter voranzutreiben.“

Baden-Württemberg, erläuterte Umweltminister Untersteller, verursache mit rund 0,3 % zwar nur einen sehr kleinen Teil der weltweiten CO2-Emissionen. Alles was das Land zum Klimaschutz vor Ort unternehme, werde im weltweiten Maßstab kaum spürbar sein: “Aber als hoch entwickelte und wohlhabende Industrieregion hat Baden-Württemberg eine Vorbildfunktion und eine besondere Verpflichtung sich zu engagieren. Dieser Verpflichtung müssen wir nachkommen und kommen wir nach.“

Als Mitglied der Climate Group erhoffe er sich Anregungen für weiteres Handeln, neue Impulse und ein konstruktives Miteinander mit anderen Regionen überall auf der Welt, in denen der Schutz des Klimas einen hohen Stellenwert einnimmt.

„Der Klimaschutz ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Und je besser wir unsere Anstrengungen zur Reduzierung der CO2-Emissionen mit den Anstrengungen anderer Regionen weltweit bündeln, desto höher sind unsere Erfolgsaussichten“

Luc Bas, Direktor Internationale Staaten und Regionen, The Climate Group, fügte hinzu: „Die Beispiele baden-württembergischer Energie- und Klimaschutzpolitik werden einen wertvollen Beitrag leisten in der Sammlung beispielhafter Ansätze, die wir innerhalb der „Clean Revolution“-Kampagne zusammenbringen.“

Als Folgeveranstaltung der Klimakonferenz der Regionen vom Oktober 2011 in Lyon, kündigte Minister Untersteller für den Herbst eine Internationale Klimaschutzkonferenz in Stuttgart an. The Climate Group werde ein wichtiger Partner dieser Konferenz sein, die Baden-Württemberg gemeinsam mit Katalonien, der Lombardei und Rhones-Alpes (Partner Baden-Württembergs im Rahmen der „Vier Motoren für Europa“) organisiere.

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