Regionales

Baden-Württemberg stellt neuen Netzentwicklungsplan vor

Baden-Württembergs Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller hat den heute von den vier Übertragungsnetzbetreibern vorgestellten Netzentwicklungsplan begrüßt: „Der rasche Ausbau der Übertragungsnetze ist für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende unverzichtbar.“

Die aktuellen Empfehlungen der Netzbetreiber (das sogenannte „Leitszenario“) sehen in Baden-Württemberg einen Bedarf an neuen Stromtrassen auf einer Länge von insgesamt 330 km vor. Hierbei handelt es sich um rund 90 km lange Trassen für 380-kV-Leitungen sowie um 240 km lange Trassen für Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Leitungen (HGÜ). Danach soll es künftig zwei HGÜ-Trassen nach Baden-Württemberg geben, eine westliche von Niedersachsen aus über Nordrhein-Westfalen nach Philippsburg und eine östliche von Schleswig-Holstein aus kommend, die sich im weiteren Verlauf aufsplittet nach Großgartach nördlich von Neckarwestheim sowie nach Goldshöfe bei Aalen. Zudem sind Maßnahmen zur Verstärkung und Erweiterung bereits bestehender Leitungen vorgesehen.

Umwelt- und Energieminister Untersteller sieht im Netzentwicklungsplan eine große Chance für das Gelingen der Energiewende. „Wichtig ist nun, dass der Bau der Übertragungsnetze bis zum Jahr 2022 auch tatsächlich fertig gestellt wird und die betroffenen Kommunen und die Bevölkerung von vornherein in einem transparenten Beteiligungsverfahren mit einbezogen werden.“ Das Umweltministerium werde dies wo immer möglich unterstützen. So sei bereits für den 18. Juni 2012 eine gemeinsame Informations-Veranstaltung mit dem Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW geplant, zu dem betroffene Kommunen, Regionalverbände, Landkreise und Verbände in den nächsten Tagen eingeladen werden.

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