Regionales

Baden-Württemberg will nicht auf die Geothermie verzichten

Die Regierung in Stuttgart hat sich klar für die Nutzung von geothermaler Wärme ausgesprochen. Obwohl Geothermie-Bohrungen in der Vergangenheit dafür verantwortlich waren, dass 25 Häuser in Leonberg teilweise enorme Schäden davon trugen, sieht Umweltminister Franz Untersteller die Technologie als einen wichtigen Baustein bei der Energiewende. Im Zuge der mangelhaften Bohrungen wurde eine Tiefenbegrenzung eingeführt, die die Regierung gerne wieder aufheben möchte „weil wir die Geothermie als Energieform und die Geothermie-Branche als Wirtschaftszweig nicht unnötig lange einschränken wollen“, so Untersteller.

Aus diesem Grund will das Ministerium in naher Zukunft Leitlinien zur Sicherung der Qualität bei Bohrungen einführen. Des Weiteren soll ein unabhängiger Sachverständiger eingesetzt werden, der die Bohrarbeiten überwachen und für Sicherheit sorgen soll. Da Untersteller bei dem Zwischenfall vor allem Mängel an der Anwendung des technischen Know-Hows sieht, ruft er die Industrie auf, nachzubessern, Qualitätsstandards zu garantieren und sich sorgfältig an Sicherheitsbestimmungen zu halten. Die Einrichtung eines Infotelefons für Gebäudeeigentümer durch die Geothermie-Branche sieht er als guten Anfang. Sollten wieder Schäden durch mangelhafte Bohrungen entstehen hat Untersteller eine klare Stellung: Die Unternehmen müssen sich darum kümmern. „Diese Verantwortung müssen sie endlich annehmen und danach handeln! (…) Es darf kein monatelanges Tauziehen um Verantwortlichkeiten geben, wenn bei einer Erdwärmebohrung völlig unbeteiligte Dritte geschädigt werden.“

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