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Baden-Württemberger nächster deutscher Astronaut auf der ISS

Die Internationale Raumstation ISS umkreist seit 1998 unseren Planeten. Sie wird vor allem genutzt, um Forschungsprojekte unter Bedingungen durchzuführen, die es auf der Erde nicht gibt. Bisher arbeiteten auch zwei Deutsche auf der ISS. Der dritte wurde nun von der Europäischen Weltraumbehörde (ESA) ausgewählt: der deutsche Astronaut Alexander Gerst aus Künzelsau (Hohenlohekreis). Der 35-jährige Baden-Württemberger wird Dezember 2014 zur ISS aufbrechen, um dort für ein halbes Jahr an Experimenten aus allen Bereichen der Physik, der Humanmedizin und der Biologie teilzunehmen. Im Vordergrund steht außerdem die Erforschung von menschlichen Verhalten in der Schwerelosigkeit. Bis zum Starttermin müsse Gerst sich jedoch noch gründlich vorbereiten. „Da ist natürlich noch sehr viel Training nötig, durch das ich durchgehen muss.“ Jedoch geht mit dieser Bekanntmachung für Gerst ein Traum in Erfüllung. „Das wird eine großartige Zeit, die auf mich wartet.“

Zwischenzeitlich stand es jedoch zur Debatte, ob die Raumstation wegen der Startverschiebung einer russischen Nachschublieferung evakuiert werden sollte. Des Weiteren war die Station im Juli zwischenzeitlich von gefährlichen Raumschrott bedroht. Die amerikanische NASA hatte allerdings in beiden Zwischenfällen Entwarnung gegeben. Die ISS soll mindestens bis 2020 weiterbetrieben werden.

In den Worten von Alexander Gerst: "Die ISS ist der einzige Ort, der uns einen Blick von außen auf unseren Heimatplaneten ermöglicht. Durch diesen Blickwinkel können wir gleichzeitig auch sehen, wie verletzlich die Erde ist"

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