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BAföG-Statistik 2012: Mehr Geförderte als im Vorjahr

Für viele Abiturienten ist ein Studium nach dem Hochschulabschluss zur Selbstverständlichkeit geworden, wobei die Gründe dafür vielfältig sind. Auch die Wirtschaft profitiert davon, denn jeder Student kann die Fachkraft von Morgen sein. Allerdings ist ein Stuidum auch ohne hohe Studiengebühren eine teure Angelegenheit – daher greifen immer mehr auf die staatliche Unterstützung in Form von BAföG zurück. Nun ist die BAföG-Statistik für 2012 erschienen und sie zeigt: es sind werden gefördert als im Vorjahr.

Auch wenn man für ein Erststudium derzeit nur noch in Niedersachsen Studiengebühren bezahlen muss, ist ein Studium dennoch eine teure Angelegenheit. Denn das Studium ist ein unbezahlter Vollzeitjob, aber die Rechnungen wollen trotzdem beglichen werden. Wer von seinen Eltern nicht finanziell unterstützt werden kann und auch kein Stipendium bekommt, muss neben Studium jobben. Meist reicht die Zeit aber nur für einen Minijob und der deckt bei Weitem nicht alle Kosten. Daher nehmen viele Studenten die Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) in Anspruch. Doch nicht nur Studenten, sondern auch Schüler haben einen Anspruch auf BAföG – und nutzen diesen auch.

17.000 mehr BAföG-Empfänger/innen als im Vorjahr

Nun ist die aktuelle BAföG-Statistik für das Jahr 2012 erschienen und die Auswirkungen der doppelten Abiturjahrgänge und der Abschaffung der Wehrpflicht zeichnen sich deutlich ab: Mit 671.000 Studierenden wurden 4,3 Prozent mehr gefördert als noch im Vorjahr. Die Zahl der geförderten Schülerinnen und Schüler ging hingegen um 3,4 Prozent zurück (308.000). Insgesamt erhielten 979.000 Personen im Jahr 2012 BAföG, also 1,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Da sich die Förderung allerdings nicht bei allen über das gesamte Jahr erstreckte, wurden pro Monat durchschnittlich 630.000 Personen unterstützt – insgesamt 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Mehr Teilförderungen als Vollförderungen

Bei der Art der Förderung lässt sich zwischen Voll- und Teilförderung unterscheiden, was von verschiedenen Faktoren abhängt. So erhielten 47 Prozent der BAföG-Empfänger/innen eine Vollförderung. Hier hängt der Förderbetrag von der Art der Unterbringung (im Elternhaus oder auswärts), sowie von der Art der Ausbildungsstätte (Berufsfachschule oder Hochschule) ab. Eine Teilförderung wird dann geleistet, wenn das Einkommen der Eltern eine bestimmte Grenze übersteigt. Diese erhielten 53 Prozent der geförderten Personen. Im Vergleich zum Vorjahr erhielten 3,4 Prozent mehr eine Teilförderung und 0,2 Prozent weniger eine Vollförderung. Während 72 Prozent der Geförderten außerhalb ihres Elternhauses wohnten, waren noch 28 Prozent bei ihren Eltern untergebracht.

3.278 Millionen Euro für BAföG-Leistungen

Durchschnittlich erhiehlten geförderte Schülerinnen und Schüler mit 401 Euro im Monat 16 Euro mehr als im Vorjahr. Bei den geförderten Studierenden verringerte sich der durchschnittliche Betrag auf monatlich 448 Euro (- 4 Euro). Insgesamt betrugen die Ausgaben von Bund und Länder 2012 für BAföG-Leistungen 3.278 Millionen Euro und somit mit 98 Millionen Euro 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zum Vorjahr erhielten 3 Prozent mehr der Geförderten einen Kinderbetreuungszuschlag (51.000).

Weitere Informationen zur Studie erhalten Sie unter folgendem Link.

(sb / mit Informationen des Statistischen Bundesamtes)

 

Christoph Schroeder

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