Technologie

Batterien 15% leistungsstärker und 7% billiger durch Nanomaterialien

Forscher des NanoEnergieTechnikZentrum (NETZ) unter Leitung des Center for Nanointegration (CeNIDE) an der Universität Duisburg-Essen haben durch den Einsatz von Nanomaterialien den Energie-Inhalt von Lithium-Ionen-Batterien um 15 Prozent gesteigert und die Kosten dafür gleichzeitig um sieben Prozent gesenkt. Grundlage ist die Verwendung von nanoskaligem Silizium-Kohlenstoff-Kompositmaterial für die Elektroden der Lithium-Ionen-Batterien. Die bisherige Realisierung war an der geringen Verfügbarkeit des Materials gescheitert. Seit 2009 verfügt das Duisburger Institut für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA) jedoch über eine Anlage zur Herstellung von Nanopartikeln mit definierten Eigenschaften im Kilogramm-Maßstab. Eingebettet in eine Matrix aus Kohlenstoff verbessern diese nanoskaligen Silizium-Partikel in den Elektroden nun sowohl die Speicherdichte als auch die Leistung der Batterien. Die Industrialisierung der Prozesse soll innerhalb der nächsten zwei Jahre beginnen. Die Wissenschaftler der UDE arbeiten auch eng mit dem Industriekonzern Evonic zusammen, der wiederum mit Daimler zusammen das Joint Venture Li-Tec zur Herstellung von leistungsstarken Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos und Hybridfahrzeuge betreibt. Daimler seinerseits möchte dieses Joint Venture nun in eine größere Allianz mit Renault-Nissan und dem japanischen Elektronikkonzern NEC einbringen.
 

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