Regionales

Bayerische Energieagentur „Energie Innovativ“ legt Aktionsprogramm vor

Die Anfang August gegründete Bayerische Energieagentur „Energie Innovativ“ soll den Umbau der Energieversorgung im Freistaat konstruktiv begleiten und moderieren. In einem Aktionsprogramm hat sie nun die nächsten konkreten Schritte festgelegt. Wirtschaftsminister Martin Zeil: „Es ist uns wichtig, alle mit ins Boot zu holen. Der Umbau der Energieversorgung wird nur gelingen, wenn wir gemeinsam vorgehen und Konzepte für die Menschen entwickeln und nicht gegen sie. (…) Wir streben einen gesellschaftlichen Dialog mit allen Beteiligten an, um Lösungswege für die Energiewende aufzuzeigen.“

Das Aktionsprogramm der bayerischen Energieagentur umfasst folgende zentrale Punkte:

1. Entwicklung eines Informationskonzepts für die Öffentlichkeit: Das Bayerische Energiekonzept soll zu einer eigenständigen Marke für den Umbau der Stromversorgung entwickelt werden. Dies soll mit einer breiten Informationskampagne und einem umfassenden Internetangebot bewerkstelligt werden. Ziel ist es, möglichst viele Bürger über den Umbau der Energieversorgung und die damit verbundenen Chancen aber auch Konsequenzen zu informieren.

2. Einrichtung von Expertenforen: Die Energieagentur wird vier Arbeitsforen mit Experten einrichten, die sich mit den Themen Netzausbau, Kraftwerke und Energiespeicher, Windkraft sowie Energieberatung befassen werden.

3. Verwirklichung eines Energieeffizienzpakts Bayern: Die Verbesserung der Energieeffizienz ist ein wesentlicher Schlüssel – die beste Kilowattstunde ist die, die gar nicht erst gebraucht wird. Um die Energieeffizienz zu steigern, wird die Energieagentur zahlreiche Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz auf den Weg zu bringen und federführend eine Strategie für dieses Vorhaben ausarbeiten.

4. Ermittlung des konkreten Kraftwerksbedarfs: Zunächst muss der konkrete Bedarf an neuen Kraftwerken, Strom- und Gasnetzen sowie Energiespeichern detailliert analysiert werden. Nur so können die richtigen Schritte für einen erfolgreichen Umbau der Energieversorgung eingeleitet werden. Dies soll dann auch über regionale Energieentwicklungspläne umgesetzt werden.

5. Stärkung der Eigenverantwortung vor Ort: Die Energiewende und der Umbau der Energieversorgung hin zu nachhaltiger, regenerativer Erzeugung gelingt in dem bisher in hohem Maße auf Atomstrom setzenden Freistaat Bayern nur mit zusätzlichen Investitionen – die damit einhergehende Dezentralisierung der Stromversorgung bietet jedoch den Bürgern, Kommunen und Unternehmen einmalige Chancen, an der Wertschöpfung in der Energiewirtschaft zu partizipieren. Es gilt daher, Eigeninitiative und Eigenverantwortung von Unternehmen, Kommunen und Haushalten zu stärken. In diesem Zusammenhang wird ein Informationsleitfaden für die Beteiligung von Bürgern an Erneuerbare-Energien-Anlagen entwickelt.
 

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