Regionales

Bayern: Aufstockung von Lehrreserve an bayerischen Schulen

Ab dem kommenden Schuljahr beabsichtigt Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle die mobile Reserve an Grund- und Mittelschulen sowie den Gymnasien weiter aufzustocken und mobile Reserven für die Realschulen sowie die Berufliche Oberschule einzuführen. Einen entsprechenden Antrag zum Nachtragshaushalt hat der Kultusminister gestellt. Es geht dabei um einen insgesamt dreistelligen Betrag an Lehrerstellen. „Ich habe für dieses Anliegen – auch der Gymnasien – großes Verständnis“, so Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle zu der heute veröffentlichten PM des Bayerischen Philologenverbandes. „Gemeinsam wollen wir es erreichen, dass möglichst wenig Unterrichtsstunden an unseren Schulen ausfallen, damit unsere Schülerinnen und Schüler entsprechend gefördert werden können“, ergänzte der Minister. Es gehe nicht darum, den Lehrkräften zusätzliche Arbeit zu übertragen. „Deshalb habe ich entsprechende Anträge gestellt und stelle auch zusätzliches Geld zur Verfügung.“

Jüngst hatte die Abteilung Gymnasien des Kultusministeriums ein entsprechendes Schreiben mit ergänzenden Leitlinien an die Gymnasien herausgegeben, wie man Unterrichtsausfall abwenden könne. Dieses basierte auf der Praxis an einzelnen Schulen. Darin war bezahlte angeordnete Mehrarbeit nur als ein Beispiel genannt worden, um kurzfristigem Unterrichtsausfall zu begegnen. Das Kultusministerium hat für die Gymnasien im neuen Jahr zusätzlich 4,5 Millionen Euro zur Sicherung des Unterrichts bereit gestellt.

Der Anteil der ersatzlos ausgefallenen Stunden an den Gymnasien konnte in einer konzertierten Aktion zwischen Kultusministerium und den Schulen nach den Zahlen der aktuellen Schulerhebung vom Januar 2012 um ein Viertel auf nun 2,9 % gesenkt werden. Der entsprechende Wert für die anderen Schularten liegt günstiger, bei den Realschulen bei 1,2 %.

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