Regionales

Bayern forciert die Rohstoffförderung und Exploration im Freistaat – Graphitbergwerk wiedereröffnet

In Bayern wird der Abbau in dem Graphit-Bergwerk Kropfmühl in Hauzenberg wieder aufgenommen. Die feierliche Wiedereröffnung findet am 21. Juni 2012 statt. Durch das Wachstum der Schwellenländer und den stetig fortschreitenden technologischen Wandel steigt die Nachfrage nach Hightech-Rohstoffen weltweit. Die ungebremste Rohstoffspekulation trägt das ihrige zu der Preissteigerung bei – laut der DIHK hat allein die Rohstoffspekulation für die deutschen Unternehmen zu Mehrausgaben in Höhe von 30 Mrd. Euro im Jahr 2010 beigetragen. Die Graphit Kropfmühl AG hat daher entschieden, den Rohstoff in Zukunft wieder aus eigenen Quellen abzubauen. Vor dem Hintergrund der hohen Graphitpreise am Weltmarkt seien die Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme des Betriebs in Hauzenberg nun wieder gegeben.

Bereits im Februar 2012 hat Bayern eine forcierte Suche nach Hightech-Rohstoffen im Freistaat beschlossen. Dafür stellt die Staatsregierung für die kommenden zwei Jahre 500.000 Euro für Explorationsmaßnahmen bereit. Ziel sind vor allem die hochbegehrten Hightech-Metalle der Gruppe der Seltenen Erden, aber auch spezielle Weißkalke sowie siliziumreiche und hochreine Quarze. Damit soll die Rohstoffversorgung der bayerischen Hightech-Branche gesichert werden. Zugleich verbleiben die Rohstoffausgaben aber auch im eigenen Land, schaffen Arbeitsplätze, erhöhen die Kaufkraft und vergrößern das Steueraufkommen. Dafür sollen nun Jahrhunderte alte, historische Abraumhalden und Bergwerke neu auf die Hightech-Rohstoffe hin untersucht werden. Auch bisher ungenutzte Gesteinsvorkommen im Alpenland sollen mit Probebohrungen analysiert werden. Mit der Exploration sind die Geologen des Landesamts für Umwelt beauftragt. Das rohstoffgeologische Potenzial soll dabei zunächst einmal erkundet werden, die konkrete Rentabilitätsuntersuchung obliege dann in einem nächsten Schritt den jeweiligen Unternehmen.

 

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